Mosbach: Landratsamt auf Jagst-Gift vorbereitet

 
 Mosbach. (pm) Infolge eines Großbrandes in Kirchberg (Landkreis Schwäbisch Hall) ist mit Ammonium und Ammoniak belastetes Wasser in die Jagst gelangt und hat dort zu einem Fischsterben geführt (NZ berichtete). Die bislang betroffenen Landkreise haben Gegenmaßnahmen ergriffen, die u.a. eine Sauerstoffanreicherung in den betroffenen Flussabschnitten vorsehen. Allerdings ist gegenwärtig davon auszugehen, dass diese Maßnahmen die Wasserbelastung nicht vollständig beheben.
 
 Nach Einschätzung der Behörden wird voraussichtlich Mitte/Ende der kommenden Woche (Kalenderwoche 36) belastetes Jagstwasser bei Bad Friedrichshall (Landkreis Heilbronn) in den Neckar einfließen. Das dann entsprechend verdünnte Wasser wird den Neckarabschnitt des Neckar-Odenwald-Kreises mit zeitlicher Verzögerung erreichen.
 
 Wie hoch die Belastung dann sein wird und ob der Fischbestand im Neckar gefährdet ist, kann aktuell noch nicht sicher vorhergesagt, aber auch nicht ausgeschlossen werden. Das Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis ist auf den Zufluss des Wassers vorbereitet und steht mit den maßgeblichen Stellen des Landes und den benachbarten Landratsämtern in ständigem Kontakt. Die Lage wird auch während des Wochenendes kontinuierlich beobachtet.
 
 

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