AFV Silvodinia im Wagenschwender Museum

Balsbach. (mü) Zum 115. Stiftungsfest traf sich die Akademische Ferienverbindung Silvodinia in ihrem Stammlokal „Zum Engel“ in Balsbach. Der Vorsitzende Hermann Müller (Tauberbischofsheim/Limbach) konnte eine stattliche Zahl von Bundesbrüdern begrüßen.

Seit langer Zeit gab es auch wieder Zuwachs. Durch den Hinweis einiger Silvodinen wurden Kontakte zu ehemaligen Mitgliedern der „AFV Spinne“ in Mosbach geknüpft. Norbert Hefner und Dr. Rudolf Sigmund sagten spontan ihre Teilnahme am Silvodinentreffen zu. Letzterer war durch einen anderen Termin dann doch verhindert, aber Norbert Hefner erschien und wurde vom Vorsitzenden mit dem grün-weiß-roten Band der Silvodinia dekoriert.

Er nutzte die Gelegenheit, seine frühere Verbindung kurz vorzustellen. Seit 1958 war er in der „Spinne“ aktiv (ihr Wahlspruch: „Spinne kreuch  –  Stumpfsinn fleuch“), die aber in den 1980er-Jahren mangels Nachwuchs ihre Aktivitäten einstellte. Norbert Hefner, „ein bekennender Odenwälder“ (Heimatort Donebach) sprach der Silvodinia seine Anerkennung aus, dass sie immer noch existiert und sogar beachtliche Aktivitäten entfaltet, während alle anderen Ferienverbindungen der näheren und weiteren Umgebung längst verschwunden sind. Der „Nachwuchs-Silvodine“ fühlte sich in der neuen Umgebung sichtlich wohl und entpuppte sich bei den Studentenliedern auch als hervorragender Sänger.  

Für die Gestaltung des Nachmittagsprogramms machte Bundesbruder Norbert Schwing einen Vorschlag, der auf spontane Zustimmung stieß: ein Besuch des Wagenschwender Dorfmuseums. Am Tag vor dem schon traditionellen Museumsfest wurde dort noch fleißig gearbeitet und vorbereitet, aber das, was Norbert Schwing zeigen wollte, war größtenteils fertig: eine Dokumentation über die Geschichte der Gemeinde Limbach mit allen Ortsteilen. Bei einigen Orten werden noch einige Ergänzungen kommen.

Mit einer modernen museumspädagogischen Aufmachung, mit Fahnen, Texttafeln, Luftaufnahmen, Erläuterungen zu den Wappen und mit einer knappen Zeittafel vermittelt die Ausstellung für jeden Ort einen Überblick über die Zeit von der ersten urkundlichen Nennung bis in die Neuzeit. Die Silvodinen hatten schon die Römerausstellung von 2012 besucht und waren auch diesmal wieder beeindruckt von dem, was hier von einem kleinen Museum geschaffen wurde.

Norbert Schwing, der an der Gestaltung beteiligt war, führte durch die Ausstellung der Ortsteile. In einem anderen Raum gab Gerhard Schäfer, der Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins, Erläuterungen zu einer Dokumentation über bedrückenden, tödlichen Vorfälle vor Ort in der Endphase des Zweiten Weltkriegs. Zuletzt boten er und sein Bruder Manfred den Silvodinen noch einen musikalischen Abschiedsgruß.

Nach der Rückkehr in den „Engel“ wurde viel erzählt, vor allem gesungen. Adalbert Bader (Mannheim/Limbach) gab an der Bierorgel den Ton vor. Insgesamt war es ein rundum gelungenes Stiftungsfest. Auch in die Zukunft kann man wieder etwas hoffnungsvoller blicken. Die Silvodinia wird jedenfalls nicht aufgeben.

Der Termin für nächstes Jahr wurde schon festgelegt. Es ist wie immer der Samstag in der zweiten Schulwoche nach den Sommerferien: 24. September 2016.

Silvodinia

Seit Jahren findet im Gasthaus „Zum Engel“ in Balsbach das Herbstreffen der „Silvodinen“ statt. Dabei wurde Norbert Heffner (3.v.li.) neu in die Verbindung aufgenommen(Foto: N. Schwing)

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