Polizeipräsenz angeblich verschlechtert

(Symbolbild)

Peter Hauk MdL besucht Reviere in Mosbach und Buchen

Buchen/Mosbach. (pm) „Besonders in diesen Tagen ist die Arbeit der Polizei herausfordernd und von großer Bedeutung. Damit die Politik die Beamtinnen und Beamten bei ihrer Arbeit richtig unterstützen kann, darf es keine Politik vom grünen Tisch und aus der Ferne geben. Ich will aus erster Hand wissen, wo der Schuh drückt, wo die Probleme liegen und wie die Politik helfen kann“, sagte der Neckar-Odenwälder Abgeordnete und erste stellv. Fraktionsvorsitzende Peter Hauk MdL zu Beginn seines Besuchs in den beiden Polizeirevieren in Mosbach und Buchen.

In gemeinsamen Gesprächen an den jeweiligen Revieren mit den Revierleitern Martin Fessner (BCH) und Jürgen Helfrich (MOS), sowie Andrea Hartmann (Kriminalkommissariat) und Ronald Schwab (stellv. Personalratsmitglied) wurden die speziellen Probleme der Reviere beleuchtet. Als ‘bemerkenswert‘ wurde von Peter Hauk MdL die durchgängige Anwesenheit vom stellv. Leiter Direktion Reviere Thomas Lüdecke vom Polizeipräsidium Heilbronn betitelt – „das gab es in meiner mehr 20-jährigen Tätigkeit als Abgeordneter noch nicht, dass ich bei dem Besuch einer Landesdienststelle von der vorgesetzten Behörde betreut wurde“, so Hauk. Wie schon in den letzten Wochen medial erörtert, war die Stellenbesetzung der Reviere im NOK ein intensiv diskutiertes Thema. „Wenn in Mosbach und Buchen jeweils weniger Beamte Dienst verrichten, als im Haushalt und im SOLL-Zustand vom Innenministerium versprochen, wo ist dann das Personal?“ fragte Hauk im Speziellen Thomas Lüdecke vom Präsidium Heilbronn. Lüdecke versuchte zu verdeutlichen, dass altersbedingte Abgänge, Aus-/Fortbildungen, Mutterschutz und zentralisierungsbedingte Abordnungen an das Präsidium Heilbronn die Gründe seien, die dieses Delta zwischen SOLL und IST-Zustand erklären würden. Solche Personalschwankungen seien normal, was auch Hauk bestätigte, jedoch gab es diese auch in der Vergangenheit. Eine endgültige Klärung der Personaldebatte wäre nur durch ein Gespräch mit dem Landespolizeipräsidenten möglich, welches Peter Hauk zeitnah einplant. In Mosbach herrscht ein Delta von Ist und Soll von über 6% Prozent. Im Landesdurchschnitt seien 97 Prozent der Soll-Stellen besetzt – in Mosbach beispielweise nur 94 Prozent. Hauk fügte der Debatte hinzu, dass die Stellen in Mosbach und Buchen zwar besetzt seien, aber die Arbeitsstärke aufgrund der genannten Gründe, wie Abordnungen nach Heilbronn, darunter bei nur 84% in Mosbach liegen würde. „Auf dem Papier mögen sie vor Ort sein, aber in der Realität nicht“, so Hauk abschließend.

Des Weiteren bestätigte Revierleiter Fessner den gegenwärtigen Mehraufwand durch die Flüchtlinge in Hardheim wie auch im übrigen Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Buchen. Hier sei man nicht nur Polizist, sondern auch Helfer und vor allem Erklärer, wenn es beispielsweise um die Einhaltung von Verhaltensregeln geht. „Wir setzen im Moment alles daran, durch eine verstärkte Polizeipräsenz das gefühlte Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürgern zu erhöhen“, so Fessner. In den Hardheimern Unterkünften kam es bislang selten zu größeren Auseinandersetzungen, aber Streitereien durch einen gewissen ‘Lagerkoller‘ sind anzutreffen. „Man kann sich darauf verlassen, dass unsere Reviere in Mosbach und Buchen ihr Möglichstes tun um die Sicherheit der Bevölkerung und auch der Flüchtlinge zu gewährleisten“, so der gemeinsame Tenor im Gespräch.

Auch Andrea Hartmann von der Kriminalpolizei in Mosbach bestätigte die hohe Auslastung. Sehr froh sei sie über die Kriminaltechniker am Standort Mosbach, deren Arbeit sehr entlastend sei. Doch auch sie musste bestätigen, dass man mit einem Kontingent von 15 Sachbearbeiterstellen beim Kriminalkommissariat gut arbeiten könne, es momentan jedoch nur 12,5 besetzte Stellen seien. Zu schaffen macht der Polizei im Allgemeinen die Altersstruktur, welche sich in den kommenden Jahren verstärkt im Kreis auswirken wird. Jedoch bestätigten die Revierleiter Helfrich und Fessner, dass viele Kolleginnen und Kollegen oftmals noch weitere Jahre weiterarbeiten würden. „Dies ist ein weiterer Beleg für den großen Zusammenhalt bei der Polizei!

Peter Hauk betonte zum Abschluss, dass die Polizei im NOK einen außergewöhnlichen Job leiste, gerade in Bezug auf die minimale personelle Stärke mit welcher jedes Revier arbeiten muss. „Wenn Beamtinnen und Beamten zusätzlich zu ihrer regulären Schicht den Streifenwagen besetzen, ist das sehr löblich, aber scheinbar leider notwendig. Dieser Sache muss auf den Grund gegangen werden, denn diese Dauerbelastung, welche der Job an sich schon mitbringt, wird durch die dünne Personaldecke nur noch verstärkt. Die Polizeireform hat nicht die vom Innenminister versprochenen Stellenzugängegebracht. Die Polizeipräsenz im Neckar-Odenwald-Kreis hat sich nicht verbessert, sondern deutlich verschlechtert“, stellte Hauk nach seinem Besuch der beiden Polizeireviere fest. Trotz der Permanent-Betreuung durch den Heilbronner Vizepräsidenten blieben laut dem Neckar-Odenwälder Abgeordneten wesentliche Fragen nicht geklärt.

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11 Kommentare

  1. Einmal mehr zeigt sich, wie unseriöse die CDU im Allgemeinen und Peter Hauk im Speziellen mit Sorgen und Ängsten der Bürger umgeht, wie dumpfsinnig am rechten Rand gefischt wird, wie der denkende Wähler für dumm verkauft werden soll.

    Die Polizeireform von grün-rot kann man finden wie man will, sie hat aber absolut nichts mit den uniformierten Streifen zu tun, die für unser Sicherheitsgefühl verantwortlich sind. Die Reform hatte lediglich Auswirkungen auf die Kripo. Aber mit denen hat Hauk nicht gesprochen.

    Die angesprochene Überalterung, die Flüchtlingsunterkünfte in Ex-Kasernen, die fehlende Präsenz der uniformierten Polizei ist alleine die Schuld der CDU. Als die kleinen Polizeiposten geschlossen wurden, war Hauk Abgeordneter unseres Kreises, sogar Minister. Hat er unserem Neckar-Odenwald-Kreis etwas gebracht? Nein. Die Posten sind zu, die Beamten weg.
    Jahrelang wurden nicht ausreichend Neulinge eingestellt, das Rentenalter nicht erhöht. Alles den Schwarzen zu verdanken.

    Jetzt die Flüchtlinge in Geiselhaft zu nehmen, die in Kasernen zusammengepfercht werden, die Hauks Parteikumpane im Verteidigungsministerium geräumt haben, ist widerlich. So macht man sich zum Komplizen.

  2. Ein bekannter Polizist beklagte die Neuverteilung der Reviere in unserem Raum, unsere Polizei gehört ja nun zu Heilbronn, Obrigheim wird von Aglasterhausen bedient (man bedenke die Distanz u vergleiche es mit Diedesheim das keine 5 min entfernt ist u eine Wache hat!!) da hat jemand ganz Intelligentes am Plan gesessen!

    • Die Reform wurde von der Polizei größtenteils selbst erstellt und begleitet. Bei sowas gibt es immer auch Verlierer und die jammern nun, während der Großteil die Verbesserungen sieht, aber darüber wird halt naturgemäß kaum berichtet.

    • Die Polizeireform wurde im ganzen Bundesland durchgeführt. Wenn du deren Erfolg messen willst, dann musst du das ganze Land im Blick haben. Nicht deinen kleinen Horizont mit Mosbach. Und wenn du hier nur Verlierer kennst, dann kennst du offenbar nur wenige Polizisten.

      • im angreifen sind sie ganz gross herr fischer.
        sie kennen die betreffenden personen nicht und die aufgeführten punkte sind nicht unbedingt weit hergeholt. es handelt sich um erfahrungen die aktuell garkeinen mehr interessieren.. das war vor 24 monaten irgendwie garnicht der fall

  3. Wieso sollte mich interessieren ob diese Reform einem Polizisten in Karlsruhe oder Heidelberg gut tut? LOL das heißt du kennst Polizisten die begeistert sind von der Neuregelung? Vielleicht welche aus Aglasterhausen? Die sind bestimmt sehr glücklich das sie obrigheimern so Schnell u effektiv helfen dürfen wird auch gut in Ihren Evaluationen aussehen wenn da ständig steht als wir ankamen könnten wir keinen Tatverdächtigen mehr ausmachen ( sind sie bei der Partei oder der polizeiverwaltung ihre Argumente klingen eher nach Propaganda als nach handfesten Argumenten)

    • und du klingst eher nach stammtisch. also habe ich recht, du interessierst dich nur für einen kleinen horizont. die polizeireform betrifft aber das ganze land und hat die polizei im land insgesamt verbessert. einzelne verlierer und jammerer gibt es immer. du scheinst so jemand zu sein und begreifst es nicht einmal. noch schlimmer, du beleuchtest nur das beispiel aglasterhausen/obrigheim. die einzugsbereiche müssen in unterteilt werden. zieht man die grenzen anders, dann sind andere in einer randlage und würden sich beschweren wie du. das ist völlig sinnlos und albern.

  4. Hahaa, stammt isch, lol, nein wirklich nicht, ich mag es besonders wie du erklärst das du recht hast ohne jegliche gegenargumente zu meinen tatsächlichen aufzubringen, stattdessen bleibst du schwammig u pochst auf das angeblich grössere gut, … Das hab ich öfter gehört als ich in china lebte! da deine argumentation weder sachlich noch von fakten gespeist ist breche ich hier ab

    • wohl eher weil du steckenbleibst in deiner kurzsichtigkeit. aber ich habe versucht es dir in einfachen worten zu erklären. die einzige lösung für deine milchmädchenrechnung wäre ein polizeirevier für jeden ort. aber das kostet. und da sind wir bei der verhältnismäßigkeit und steuererhöhungen oder weniger geld für anderes. sollen wir bei der bildung sparen? nein, das wäre ein teufelskreis, was dich angeht …

  5. Sie argumentieren wie folgt: ich habe recht weil ich recht habe, ich habe weder beweise noch beispiele noch sonst etwas, aber weil du nicht zugibst dass ich recht habe bist du dumm u ich werde dich persönlich angeeifen statt auf einen intelligenten diskurs einzugehen. Keine sorge herr fischer menschen wie sie können mich nicht provozieren auf dieses niveau zu sinken, meine ausbildung in baden württemberg war ausreichend, trotz versuch der regierung hoher bildung einen dicken preis zu geben, aber auch das ist gescheitert, daher habe ich weiterhin die hoffnung das weder bildung noch sicherheit in dieser demokratie permanent opfer von falsch gelegten einsparungen sein werden. Bitte beleidigen Sie mich nicht weiter. sollten sie Fakten oder Beispiele u Interesse an einem seriösem diskurs haben freue ich mich darauf,..

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