„Alt werden im gewohnten Umfeld“

CDU-Landtagsabgeordneter Peter Hauk zum Abschlussbericht der Enquetekommission „Pflege“
 – „Die Zukunft der Pflege ist stark von der Attraktivität des Pflegeberufs abhängig!“

 
 Stuttgart. (pm)
 
 
 „Die Pflege und die Versorgung der älteren Menschen in Baden-Württemberg wird das zentrale Projekt der nächsten 20 Jahre. Nachdem in den letzten zwei Jahrzehnten die Jugend stark im Fokus stand, muss nun ein Perspektivwechsel vorangetrieben werden, sonst verlässt nicht nur die junge Generation die Ländlichen Räume, sondern auch die ältere Generation. Pflege muss zukunftsorientiert und generationengerecht gestaltet werden“, so der Neckar-Odenwälder CDU-Landtagsabgeordnete Peter Hauk.
 
 Als vergangene Woche die Enquetekommission Pflege des Landtags von Baden-Württemberg, unter dem Vorsitz des Schwäbisch-Haller Abgeordneten Helmut Rüeck ihren Abschlussbericht vorlegte, waren die zentralen Handlungsfelder klar definiert. „Der Abschlussbericht der Enquetekommission definiert die zentralen Handlungsfelder“, betonte Peter Hauk nach der Veröffentlichung. „Für mich stehen im Speziellen das Altwerden im gewohnten Umfeld, die Fachkräftegewinnung in Kombination mit der Attraktivität des Berufes sowie ein Abbau der Bürokratie im Vordergrund“, so Hauk weiter.
 
 Zusammen mit dem Vorsitzenden der Enquetekommission Pflege und CDU-Kollegen Helmut Rüeck hatte Hauk im vergangenen Jahr einige Pflegeeinrichtungen im Neckar-Odenwald-Kreis besucht und mit den Verantwortlichen vor Ort, von Pflegedienstleitung bis zum Pflegepersonal, über die Zukunft der Pflege diskutiert (NZ berichtete). „Eine Großzahl der damals geäußerten Forderungen finden sich im Abschlusspapier der Enquetekommission wieder. Beispielweise wird an den Bundesgesetzgeber plädiert, dass dieser sich für eine Aufhebung der Trennung von ambulant und stationär im Pflegebereich einsetzen solle. Des Weiteren müsse in diesem Bereich der Einklang von bürgerschaftlichem Engagement und der Professionalisierung gefördert werden. Auch die damalige Kernaussage, dass die Pflegerinnen und Pfleger nicht den Beruf gewählt haben, um am PC zu sitzen, findet sich mit dem konkreten Ziel des Bürokratieabbaus im Abschlussbericht wieder“, fasste Hauk zusammen.
 
 Die Versorgung der älteren Generation werde das Land vor große Herausforderungen stellen. „Als CDU ist es uns wichtig, der Generation, die unser Land zu dem gemacht hat, was es heute ist, im Alter so zu pflegen und zu unterstützen, wie sie es sich wünscht. Mehr Altenheime zu bauen ist nicht der richtige Weg. Wir brauchen innovative Lösungen, die allen Generationen gerecht werden und die vor allem alte Menschen nicht ausgrenzt.“, so Hauk. Und auch die Attraktivität des Pflegeberufs müsse gesteigert werden. „Wer an dieser Stelle spart, spart an den Menschen, die eine gute Pflege verdient haben“, machte Hauk deutlich.
 
 „Die Ziele der Pflege sind durch die Arbeit der Kommission klar definiert und vorgegeben. Nun gilt es zusammen mit dem Bundesgesetzgeber auf die Umsetzung dieser Empfehlungen hinzuarbeiten. Sollte die Umsetzung so zuversichtlich und engagiert angegangen werden, wie schon die Arbeit der Enquetekommission, sind wir auf einem guten Weg“, betonte Hauk.

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