Beerfelden: Pferde werden barhuf geboren

Hufkurs für Pferdebesitzer beim Beerfeldener Reit- und Fahrverein

 

Beerfelden. (pm) Am Samstag hielt Corinna Meissner, Ausbilderin der Deutschen Huforthopädischen Gesellschaft, einen gut besuchten und interessanten Kurs über das Barhufgehen von Pferden und den Gebrauch von Hufschuhen anstatt der klassischen Hufeisen.

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Immer mehr Pferdebesitzer hinterfragen Jahrhunderte alte Traditionen, so auch das Beschlagen von Pferden mit Hufeisen. Muss alles automatisch gut sein, nur weil  man es schon immer so gemacht hat? 25 Kursteilnehmer aus den Reihen des RFVO Beerfelden sowie zahlreicher auswärtiger Reitvereine, konnten sich im Richterturm in der Stried ihr eigenes Urteil bilden. Anhand mitgebrachter Pferdefuß-Präparate sowie selbst erstellter Fotodokumentationen zeigte die Referentin das Für und Wider des Barhufgehens von Pferden auf. Schließlich werden Pferde barhuf geboren. Dafür, dies so zu belassen, spricht, dass sie sich auch bei Problemen wie etwa der Arthrose, ihre Hufe selbst „zurecht laufen“, dass die Verletzungsgefahr durch Tritte nicht beschlagener Pferde deutlich geringer ist und die natürliche Hufmechanik erhalten bleibt. Für einen klassischen Beschlag spricht der hohe Abriebschutz oder das das Ausschalten von Fühligkeit.

Dabei überzeugte Corinna Meissner die Anwesenden durch Kompetenz und fundiertes anatomisches Wissen. Hufschuhe, die im Gelände z.B. statt Hufeisen Verwendung finden, wurden in zahlreichen  Varianten vorgestellt. Dank viel Kaffee und Leckereien kam der von Nadine Jäger organisierte Kurs bei allen Teilnehmern bestens an und der Vereinsvorsitzende Ronald Autenrieth zeigte sich nach gut vier Stunden Vortrag erfreut, dass solche Themen mittlerweile auch in „klassischen“ Reitvereinen diskutiert werden.

© www.NOKZEIT.de


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