Mudau: Zum Glück wurde nicht geschossen

Renommierter Wildtierfotograf in Mudau

 Mudau. (lm) „Wie findet man einen Bock? Was alles ist dabei zu beachten? Was muss man alles wissen? Wie kann man vorgehen“? Unschwer zu erkennen sind diese Fragen als ursächlich für die Jagd zu deuten, genauer für die sogenannte Blattjagd. Wobei es dem Wunsch und Willen des Jägers obliegt, ob er mit dem Gewehr oder dem Fotoapparat schießt.

Einer, der sich auf diesem Gebiet vermutlich auskennt wie kein zweiter, ist Erich Marek, der als renommierter Wildtierfotograf bekannt ist, und den der Hegering IV Mudau durch Vermittlung von Walter Jaegle für ein mehrstündiges Seminar zu diesem Thema gewinnen konnte. In diesem Seminar ging es um die Kunst des „Blattens“. Dieses sogenannte „Blatten“ hat seinen Ursprung darin, die Laute der Rehgeiß zur Brunft mittels eines Buchenblattes nachzuahmen. Heute nimmt man dazu ein kleines Instrument, das das Buchenblatt ersetzt. Mit dem Buchenblatt „zu blatten“ verstehen nur noch sehr Wenige. Diese besondere Kunst richtig ausgeübt, kann z.B. den alten Rehbock in der Brunft (Hochzeit der Rehe) oder den „heimlichen“ Alten vor die Büchse des Jägers bringen oder hilft auch, durch Beobachtung den „Bestand“ (Zahl der im Revier vorhandenen Böcke) zu ermitteln. Marek schilderte eindrucksvoll die wichtigsten Grundthemen zur Rehbockjagd. In erster Linie ging es auch darum, durch das korrekte Benutzen des Blattinstruments einen Überblick über die Altersstruktur der Rehböcke zu bekommen und die günstigsten Jagdzeiten auf den Rehbock zu vermitteln.

Wichtig dabei: Ruhe im Jagdrevier, Geduld, Wetterbeobachtung wie z.B. der richtige Wind und sinnvolles Einrichten von Blatt-Ruf-Ständen, anstelle von viel zu hohen Hochsitzen, und des dazu führenden Pirschwegs. Am Nachmittag überwachte Erich Marek die Einzelübungen der anwesenden Jäger im Umgang mit dem Blatter (Blasinstrument, mit dessen Hilfe die Laute der Ricke (Rehgeiß) nachgeahmt werden. Und begeisterte seine Zuhörer und Seminarteilnehmer mit seinem Fachwissen und seinem Einfühlungsvermögen. Viel Beifall am Ende des ereignisreichen Seminars dokumentierte überzeugenden, dass alle vom Vortrag und dem Gehörten und Erlernten begeistert waren. Gleichzeitig hat dieses Seminar dazu beigetragen, das Thema Jagd auf den alten Bock auch unter ethischen Gesichtspunkten zu sehen. 

NZ Marek0521 001

Erich Marek beim Blatten. Dabei hatte er wohl Glück, dass keiner der anwesenden Jäger sein Gewehr mitgebracht hatte. (Foto: Liane Merkle)

 

Quecksilber-Alarm auf Sondermülldeponie » NOKZEIT
Umwelt

Quecksilber-Alarm auf Sondermülldeponie

Auf dem Werksgelände der HIM GmbH am Standort der Sonderabfalldeponie Billigheim wurde im Zuge der Umgebungsüberwachung per Biomonitoring ein erhöhter Quecksilbergehalt festgestellt. Betroffen sind hauptsächlich Messpunkte auf dem Gelände der Deponie, aber auch zwei Messpunkte im nahen Umfeld. […]

Naturschutzfonds finanziert Feuchtbiotop » NOKZEIT
Top

Naturschutzfonds finanziert Feuchtbiotop

Im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe wurde in Rosenberg-Hirschlanden seit Mitte Oktober 2022 auf neu erworbenen landeseigenen Flächen ein Quellzufluss der Rinna aus seiner naturfernen Verbauung befreit.

In der neu gestalteten flachen Rinne kann sich nun wieder ein kleiner naturnaher Bachlauf mit seinen typischen Pflanzen und Tieren entwickeln. Gleichzeitig wurde eine neue Struktur in der Landschaft geschaffen, die einem vielfältigen Landschaftsbild zu Gute kommt. […]

Von Interesse

FFW-Limbach-Lehrgang Gruppenführer.
Gesellschaft

Grundlagen für Feuerwehr-Karriere

Vielfältige Aus- und Fortbildungen wurden auch in diesem Jahr von Kameraden aus den sieben Abteilungen der FFW Limbach absolviert.

Bürgermeister Thorsten Weber und Kommandant Karl Wendel ließen es sich nicht nehmen, allen Feuerwehrkameraden im Limbacher Feuerwehrhaus persönlich für ihre Bereitschaft herzlich zu danken und für zum jeweiligen Bestehen herzlich zu gratulieren. […]