Michael Gaedt inszeniert den Freischütz

In voller Fahrt: Regisseur Michael Gaedt steckt mitten in den Vorbereitungen zu der Oper „Der Freischütz“ bei den Zwingenberger Schlossfestspielen – Hochklassiges Ensemble

Zwingenberg. (pm) Wer den schwäbischen Schauspieler und Entertainer Michael Gaedt einmal erlebt hat, der weiß, dass er keine halben Sachen macht. Dies gilt auch für seine Neuinszenierung der Oper „Der Freischütz“ bei den diesjährigen Schlossfestspielen Zwingenberg. „Carl Maria von Weber hat vor rund 200 Jahren eine wunderbare Volksoper geschaffen, die zu Recht die Zwingenberger Hausoper geworden ist und zum Repertoire vieler anderer Häuser gehört. Doch das heißt nicht, dass es nichts Neues zu entdecken gibt. Denn die Story ist einfach nicht kaputt zu kriegen“, schildert Gaedt die Motivation, sich um die Regiearbeit zum Freischütz zu bewerben. Und auch daran, dass er all seine Energie und Kreativität in die Inszenierung stecken wird, lässt er keinen Zweifel: „Ich habe allerhöchsten Respekt vor der Aufgabe, denn das Ensemble ist hochklassig, der Spielort wunderschön und das Team hinter der Bühne einmalig.“

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Intendant Rainer Roos, der im engen Austausch mit Gaedt steht, ist begeistert: „Michael hat mich mit wunderbar erfrischenden Ideen und Sichtweisen zum ‚Freischütz‘ überzeugt, die nicht dem Mainstream und der pseudo-intellektuellen Regie-Mode folgen. Schon jetzt, nachdem das ursprüngliche Konzept über die Monate mehr und mehr gereift ist, kann man die Verpflichtung Michael Gaedts als Glücksgriff für die Schlossfestspiele bezeichnen!“ Gaedt habe sich mit seinem Konzept gegen mehrere ebenfalls namhafte Bewerber durchgesetzt.

Überzeugt ist Gaedt von der Aktualität der Geschichte vom Jägerburschen Max, der sich über den düsteren Kaspar mit dem Teufel einlässt. „Wer von uns verkauft nicht auf die ein oder andere Weise seine Seele“, fragt Gaedt mit einem Augenzwinkern. „Kann man dies denn für sich wirklich ausschließen?“ Auch habe er bei der intensiven Beschäftigung mit dem Urtext ein tiefes Verständnis für jeden seiner Protagonisten entwickelt, gut wie böse: „Diesen Charakteren, die mich schon jetzt Tag und Nacht begleiteten, mit herausragenden Solisten wie unter anderem dem Tenor Thorsten Büttner (Max) und der Sopranistin Arminia Friebe (Agathe) Leben einzuhauchen, ist ein Abenteuer, auf das ich mich unheimlich freue.“

Gaedt, der mit einem gefeierten Auftritt in „Jesus Christ Superstar“ im vergangenen Jahr erstmals in Zwingenberg mitwirkte, ist sich der großen Erwartungen bewusst: „Ich werde 35 Jahre Erfahrung auf und hinter der Bühne einbringen. Und ich freue mich dann über möglichst viele begeisterte, wohlgesonnene und gern auch kritische Zuschauer, die mir und meinem Ensemble durch ihren Applaus, aber auch über die sozialen Medien Rückmeldung geben.“ Auch könne sich das Publikum auf einige in der Geschichte des Freischütz noch nie gezeigte Extras freuen: „Nicht umsonst kursieren Bilder von mir im Internet, auf denen ich mit einer Harley-Davidson eine erste Stellprobe durchführe. Aber mehr wird natürlich erst Ende Juli im Schlosshof verraten.“

Karten zu den Freischütz-Aufführungen am 29., 30. und 31. Juli wie zu allen anderen Aufführungen der Spielzeit 2016 gibt es bei den Touristeninformationen in Mosbach, Eberbach, Buchen, Walldürn, Neckargemünd und Bad Rappenau sowie unter 06263/45154 und www.schlossfestspiele-zwingenberg.de. Dort gibt es auch umfangreiche Hintergrundinformationen zur Besetzungsliste der Oper. Mehr Informationen zu Michael Gaedt sind unter www.michael-gaedt.de abrufbar.


(Foto: Agentur)

© www.NOKZEIT.de


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