Eine Eintrittskarte ins Arbeitsleben

Berufsbildungswerk (BBW) Mosbach-Heidelberg unterstützt Auszubildende beim Führerschein
  Mosbach. (pm) Für Sven Behrendt ist der Führerschein mehr als nur eine Fahrerlaubnis. Denn in seinem künftigen Beruf braucht er ihn dringend. Der Mosbacher macht am Berufsbildungswerk (BBW) Mosbach-Heidelberg eine Ausbildung zum Bauten- und Objektbeschichter, die er in wenigen Wochen abschließen wird. Im Job muss er sich künftig flexibel zwischen Baustellen bewegen und Material transportieren können, kaum möglich ohne Auto.
 
 Für viele Arbeitsplätze wird ein Führerschein inzwischen vorausgesetzt. Doch nicht jeder Berufsanfänger kann sich die Ausgaben für Fahrstunden und Führerscheinprüfung leisten, die in der Regel Tausend Euro deutlich übersteigen. Daher unterstützt das BBW Sven Behrendt und drei weitere Auszubildende mit einem besonderen Förderprogramm. Auf Antrag erhalten sie aus Spendenmitteln der Trägereinrichtung Johannes-Diakonie Mosbach einen Zuschuss von bis zu 700 Euro zu den Fahrschulkosten. Dafür verpflichten sich die Auszubildenden, regelmäßig an Theorie- und Fahrstunden teilzunehmen. Außerdem bietet das BBW zusätzliche Theoriestunden an, um die Fahrschüler so gut wie möglich auf die Prüfung vorzubereiten. „Uns ist es wichtig, die Auszubildenden beim Führerschein zu unterstützen“, erklärt BBW-Leiter Manfred Weiser. „Das ist ein echter Mehrwert für deren Berufsleben.“
 
 Bei Sven Behrendt ist diese Idee voll aufgegangen. Die verbliebenen Kosten für den Führerschein konnte er durch einen privaten Kredit decken. Im Februar hat er die Fahrprüfung bestanden. „Ich war so aufgeregt, dass ich kaum atmen konnte“, berichtet Behrendt. Trotzdem überzeugte er den Prüfer und hatte anschließend gleich doppelten Grund zur Freude. Denn dank der Fahrerlaubnis erhielt er auch einen Arbeitsvertrag bei der Mosbacher Firma „Spohn – Malen und Strahlen“, wo er seit 2015 den praktischen Teil seiner Ausbildung absolviert hatte. Für Geschäftsführerin Christiane Spohn ist die bestandene Führerscheinprüfung auch das Ergebnis einer positiven persönlichen Entwicklung ihres künftigen Mitarbeiters. „Sven hat sich in seinem Praktikum als sehr zuverlässig erwiesen“, sagt sie. Und mit dem Führerschein könne er nun auch flexibel auf den Baustellen des Unternehmens eingesetzt werden, die in einem Radius von 70 Kilometern rund um Mosbach liegen.
 
 Sven Behrendt freut sich über den gelungenen Start ins Berufsleben. Mit den Kollegen versteht er sich gut, die Arbeit macht Spaß. Von seinem Lohn möchte er zunächst den Kredit für seinen Führerschein zurückzahlen. Und das nächste Ziel steht auch schon fest. „Ein eigenes Auto.“
 

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Sven Behrendt freut sich mit Christiane Spohn (l.), Geschäftsführerin von „Spohn – Malen und Strahlen“, und BBW-Mitarbeiterin Andrea Kronawetter über seinen Führerschein. (Foto: pm)

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