Richtig essen und trinken im Ramadan

Symbolbild - Sonstiges

Ernährungstipps helfen, fit und gesund zu bleiben
  (pm) Im Fastenmonat Ramadan, der gerade begonnen hat, dürfen Muslime nur in der Zeit nach Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang Nahrung und Flüssigkeit zu sich nehmen. Das ist gerade in den Sommermonaten eine Belastung für den Körper.
 
 Durch den Verzicht von Nahrungsmitteln am Tag, neigen viele Fastende dazu, während des Fastenbruchs am Abend und in der Nacht so viele Nahrungsmittel wie möglich zu sich zu nehmen. Doch hier ist Vorsicht geboten: Wer am Abend zum „Iftar“, der Mahlzeit nach Sonnenuntergang, fettige, frittierte Nahrungsmittel oder auch stark gewürztes Essen zu sich nimmt, erhöht die Gefahr von Magenschmerzen, Verdauungsproblemen, Sodbrennen oder Gewichtszunahme. Um dem Körper trotz Fasten die nötige Energie zu geben, helfen ausgesuchte Nahrungsmittel zu den Essenszeiten.
 Beim Ramadan-Frühstück, dem „Sahur“, sollte man Eier, Käse, Milch, Brot, Gemüse und Obst zu sich nehmen, rät AOK-Ernährungsfachfrau und Diplom-Oecotrophologin Katja Wilbert. Durch ein gesundes und ausgewogenes Frühstück kann der Fastende verhindern, dass er nach dem Fastentag völlig ausgehungert ist und dann mehr isst als der Körper vertragen kann. Hier werden vor allem komplexe Kohlenhydrate mit Ballaststoffen empfohlen. Diese können durch Früchte, Getreide, Milchprodukte und Hülsenfrüchte aufgenommen werden, da diese langanhaltend sättigen.
 
 Die Ernährungsberaterin empfiehlt auch beim Fastenbrechen den Körper wieder langsam an die Nahrungsaufnahme heran zu führen. Ein Gericht aus Datteln, Wasser, Gemüsebrühe und Brot kann ein guter Einstieg sein. Der Magen sollte nicht gleich beim „Iftar“ überfordert werden. Erst zum Abendessen einige Stunden nach dem „Iftar“ sollte dann mit Fleisch oder Fisch, Reis, Gemüse und Obst fortgefahren werden. Die Zubereitungsart sollte nicht zu fettreich sein, denn das erhöht die Gefahr einer Unverträglichkeit. Vor allem Vitamine in Form von Gemüse, Salat oder Obst sind hier für den Körper und die Gesundheit wichtig.
 
 Im Ramadan sollte darauf geachtete werden, dass der benötigte Flüssigkeitsbedarf durch Wasser und zuckerfeie Tees in den Abend- und Nachtstunden nachgeholt wird und dass auch schon beim „Sahur“ am Morgen ausreichend getrunken wird.
 
 Die AOK Rhein-Neckar-Odenwald hat zum Fastenmonat Rezepte für leichte, „ramadan-gerechte“ Gerichte zusammengestellt. Die Broschüre, die in deutscher und türkischer Sprache verfasst ist, bietet interessante Anregungen für eine ausgewogene Ernährung. Sie kann kostenfrei bei Sonja Troszt von der AOK-Gesundheitsförderung entweder telefonisch unter 06261-802-173 oder per E-Mail an verena.schweizer@bw.aok.de angefordert werden.
 

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