Neckarsulm saniert Hermann-Greiner-Realschule

Stadt Neckarsulm plant Umstrukturierung und Generalsanierung der
 Umbau- und Erweiterungsarbeiten starten im Sommer 2017
 

  (snp)
 Die Hermann-Greiner Realschule Neckarsulm wird in den kommenden Jahren am Standort erweitert, saniert und im Raumbestand neu geordnet. Die vorhandenen Funktionsbereiche werden teilweise umstrukturiert, so dass unter anderem auch neue Räumlichkeiten für den Ganztagsbetrieb entstehen. Der Gemeinderat fasste in seiner jüngsten Sitzung den Planungsbeschluss für die Umstrukturierung und Generalsanierung auf Grundlage einer Schulstrukturanalyse und beauftragte das Hochbauamt, den Baubeschluss vorzubereiten und erste vorbereitende Maßnahmen einzuleiten.
 
 Die Realschule wird in vier bis fünf Bauabschnitten grundlegend neu aufgestellt. Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2017 beginnen und finden bei laufendem Schulbetrieb statt. Bis zum Sommer 2021 soll die Generalsanierung abgeschlossen sein. Ziel ist es, die Schulorganisation durch eine veränderte Raumaufteilung zu verbessern und damit die Realschule zukunftsfähig auszubauen. Dabei wird eine stabile Viereinhalb-Zügigkeit mit rund 800 Schülern zugrunde gelegt.
 
 Die seit dem Schuljahr 1964/1965 eigenständige Mittelschule ist seit 1969 in der ehemaligen Steinachschule untergebracht. An diesem Standort wurde die Hermann-Greiner-Realschule viermal erweitert, zuletzt im Jahr 2006. Das Schulgebäude besteht aus einem zentralen Querriegel mit vier in H-Form rechtwinklig angeschlossenen Gebäudetrakten. Durch die verschiedenen Erweiterungen sind bestimmte Bereiche räumlich getrennt und liegen teilweise in unterschiedlichen Geschossen. Dies erschwert den Betriebsablauf. Darüber hinaus fehlen derzeit Flächen für den Ganztagsbetrieb.
 
 Neue Mensa mit Funktionsräumen ermöglicht Ganztagsbetrieb
 Die für den Ganztagsbetrieb erforderliche Mensa entsteht im Erdgeschoss des Südwestflügels. Dort wird der mit einem aufgeständerten Vordach markierte Bereich durch einen festen Anbau ersetzt. Dieser wird als Aufenthaltsbereich der Mensa angegliedert. Der im Erdgeschoss derzeit untergebrachte naturwissenschaftliche Bereich zieht zu den übrigen naturwissenschaftlichen Fachräumen in den ersten Stock um.
 
 Zum Ganztagesbereich gehört ferner eine zentrale Mediathek, die im Eingangsbereich der Schule durch den Umbau der dort bestehenden WCs entsteht. Die ohnehin sanierungsbedürftigen WCs werden an das nordwestliche Kopfende dieses Gebäudetraktes verlegt und neu gebaut. Ein dort vorhandener, aufgeständerter Gebäudevorsprung wird entsprechend ausgebaut. Zudem wird das zweite Obergeschoss dieses Traktes aufgestockt und mit einem Flachdach versehen. Dadurch entsteht Platz für zwei zusätzliche Klassenräume und ein Lehrerarbeitszimmer.
 Im gegenüberliegenden Südosttrakt werden die im Untergeschoss vorhandenen Räume neu zugeschnitten, so dass drei gleich große Klassenzimmer entstehen. Zusammen mit den neuen Räumen im aufgestockten Dachgeschoss des Südwesttraktes dienen diese Klassenräume als Ausweichquartiere für Umzüge, die in den folgenden Bauabschnitten erforderlich werden. Die Klassenräume im Untergeschoss werden als vorbereitende Maßnahme von Ende dieses Jahres an eingerichtet. Der Ausbau und die Erweiterung des Mensatraktes sind im ersten Bauabschnitt geplant.
 
 In weiteren Bauabschnitten werden die Musik- und Verwaltungsräume im zweiten Obergeschoss sowie die Hauswirtschafts- und naturwissenschaftlichen Fachräume im ersten Obergeschoss umgebaut und diese Funktionsbereiche jeweils auf einer Ebene gebündelt. Zudem wird ein Aufzug eingebaut, der das gesamte Schulgebäude barrierefrei erschließt.
 
 Im Zuge der Umbau- und Sanierungsarbeiten werden auch kleinere Baumängel im Südosttrakt behoben. In einzelnen Klassenzimmern hat sich die abgehängte Decke gesenkt, weil die Befestigung an der Holzschalung im Laufe der Zeit nachgegeben hat. Abgerundet wird die Gesamtbaumaßnahme durch die energetische Fassadensanierung des Südwesttraktes und eines Bereichs im Mittelbau, die bisher noch nicht energetisch modernisiert wurden.
 
 Die Gesamtbaukosten für die Generalsanierung betragen nach ersten Schätzungen etwa 9,15 Millionen Euro. In diesem Kostenansatz enthalten sind neben den reinen Baukosten die Baunebenkosten, die Ausstattungskosten, die Reparatur der durchhängenden Decken und die Kosten für die energetische Sanierung. Für die Generalsanierung und den Bau der Funktionsräume für den Ganztagesbetrieb stellt die Stadt beim Land einen Förderantrag.
 
 Durch den Umbau und die Erweiterung erhält die Hermann-Greiner-Realschule zusätzliche Programmflächen von 430 Quadratmetern für den Ganztagesbereich und 120 Quadratmetern für den allgemeinen Schulbetrieb. „Mit dieser Baumaßnahme schafft die Stadt als Schulträger die Voraussetzungen, dass sich die Realschule zur Ganztagesschule weiterentwickeln kann“, betonte Oberbürgermeister Joachim Scholz. „Gleichzeitig werden alle strukturellen und räumlichen Defizite schrittweise behoben. Damit wird der Schulbetrieb insgesamt verbessert.“

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