SC Klinge Seckach verpasst die Krönung

Symbolbild

Karlsruher SC – SC Klinge Seckach 5:0
 
  von Frank Bäcker
 

  (ots) Nachdem innerhalb der laufenden Spielzeit kein Meister ermittelt werden konnte, musste ein Entscheidungsspiel um den Titel dem Zweikampf der beiden besten Teams einen Schlusspunkt setzen. Verdient hätten es beide gehabt, so beide Trainer vor dem Spiel, aber die Tagesform sollte entscheiden. Und die war an diesem Tag beim KSC eindeutig besser, wie das 5:0 belegt. Dieses klare Ergebnis entspricht aber keinesfalls dem Leistungsniveau der Saison. Aber auch so ist Fußball.
 
 Die Klinge kam nach nicht einmal vier Minuten zur ersten „Hundertprozentigen“, als Mira Sauter den Ball eroberte, auf Jelena Roso ablegte, deren Schuss aber die Wucht fehlte. Nach sieben Minuten schoss der KSC eine Ecke gefährlich in den Klinge-Strafraum, der Kopfball verfehlte das Tor nur knapp. Ein Konter nach neun Minuten brachte Sabrina Knüll aussichtsreich in Position, doch weder sie, noch im Nachschuss Jelena Roso, konnten den Ball im KSC-Gehäuse unterbringen. Kurz darauf versuchte es Tessa Maßholder mit einem Distanzschuss, aber auch dieser wurde pariert. Die nächste Aktion gehörte dem Karlsruher SC. Doch ein Konter mit Pass in den Strafraum wurde am Tor vorbeigeschoben. Nach 23 Minute legte Laura Haas auf Nele Kirsch, deren Abschluss ebenfalls knapp rechts am Tor vorbeiging. Nur eine Minute später war es erneut Jelena Roso, die frei im Strafraum angespielt wurde. Bevor sie zum Abschluss kam, wurde sie von einer Abwehrspielerin abgeräumt. Doch statt auf den Elfmeterpunkt zu zeigen, blieb die Schiedsrichterin unbeeindruckt und ließ das Spiel einfach weiter laufen. Kurz darauf schoss Laura Haas nur um Zentimeter am Lattenkreuz vorbei. Der KSC blieb stets gefährlich, es fehlte aber bei einem gut vorgetragenen Konter das Quäntchen Glück für einen krönenden Abschluss. Bei der folgenden Ecke wurde KlingeTorhüterin Aileen Piecha im Fünfmeterraum angegangen, aber erneut interpretierte die Unparteiische die Situation zugunsten der Kickerinnen aus der Fächerstadt. Nach 31 Minuten folgte ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, dem ein schneller und präziser Konter des KSC und der Abschluss zur 1:0- Führung durch Lea-Marie Beier folgte. Da auch ein Weitschuss von Anne Bäcker nichts einbrachte, wechselte man mit diesem Spielstand die Seiten.
 
 Direkt nach Wiederbeginn fiel dann die Vorentscheidung. Zunächst hatte Sabrina Knüll die Gelegenheit zum Ausgleich, scheiterte aber als sie frei auf das KSC-Tor zulief. Wenig später bekam die Klinge-Abwehr den Ball nicht unter Kontrolle, wofür sich Madita Zeitz mit dem 2:0 „bedankte“. Nun spielte der KSC aus der sicheren Führung heraus. Die Mädels aus dem Bauland ließen enorme Kräfte um sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Ein Festival von Abseitsfehlentscheidungen brachte keinem Team ernsthafte Vorteile, bestätigte aber die schwache Schiedsrichterleistung, und rief nur den Unmut von Zuschauern, Spielerinnen und Betreuern hervor.
 Karlsruhe spielte nun noch sicherer und kontrollierter, die Treffer bis zum 5:0 durch Madita Zeitz (2x) und Hannah Roth waren daher die beinahe logische Konsequenz.
 Selbst ein Ehrentreffer blieb dem SC Klinge Seckach in diesem Finale versagt.
 
 Ein über lange Zeit ausgeglichenes Spiel fand im Karlsruher SC einen gerechten Sieger, wenngleich der Sieg um einige Tore zu hoch ausfiel und nicht im Geringsten dem Leistungsvermögen des SC Klinge Seckach entsprach.
  Den Seckacher Mädels gelang es in diesem Entscheidungsspiel nicht, die vielen Chancen in Zählbares umzusetzen. Auch die beste Abwehr der Liga – mit nur zehn Gegentoren während der gesamten Spielzeit – konnte ihre Klasse an diesem Tag nicht zeigen.
 
 Nach der Partie dankten die Verantwortlichen der SC Klinge Seckach den zahlreich mitgereisten Spielerinnen, Eltern und Betreuern für deren Unterstützung.
 
 Trotz der schmerzhaften Niederlage bleibe eine sehr gute Saison mit vielen tollen Begegnungen, aus denen man 33 Punkte aus 14 Spielen auf der Habenseite verbuchte. Wermutstropfen bleibt aber die Tatsache, dass man trotz der gezeigten spielerischen Klasse keinen Titel feiern durfte.
 
 Für den SC Klinge Seckach spielten: Aileen Piecha, Julia Ried, Mira Sauter, Anna Bäcker, Lena Eiffler, Sabrina Knüll, Nele Kirsch, Chelsea Diemer, Nina Trabold, Laura Haas, Jelena Roso, Tessa Maßholder, Michelle Arlt und Jessica Kalinowski.
 

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