Tabellenführer eine Nummer zu groß

TSV Buchen mit 39:31-Niederlage beim TSV Handschuhsheim – Nächsten Samstag zu Hause gegen Viernheim


(Foto: Archiv)
Heidelberg. (dg) An Toren mangelte es nicht beim Gastspiel des TSV Buchen beim TSV Handschuhsheim im Norden Heidelbergs. Mancher Handball-Kenner wird hinter dem 39:31-Endergebnis eine desolate Defensivleistung beider Teams vermuten. Für diese Partie wäre diese Analyse jedoch zu kurz gegriffen. Vielmehr war es das enorme Tempo, das die Torflut möglich machte und das Spiel trotz des unerfreulichen Endresultats auch für die mitgereisten Buchener Zuschauer zu einem durchaus attraktiven machte.

Von Beginn an spielten beide Seiten munter nach vorne und schenkten sich nichts. Viel besser als bei ihren letzten Auftritten schafften es die Gäste in grün, ihr Spielsystem strukturiert aufzuziehen. Immer wieder gelang es so, Basti Beck auf seiner linken Außenbahn freizuspielen, der in dieser Phase keine Chance ausließ. So konnte man bis zum 8:7 aus Sicht der Hausherren dranbleiben und das Spiel ausgeglichen gestalten. Dann zeigte jedoch der TSV Handschuhsheim, warum er nicht zu Unrecht von der Tabellenspitze grüßt. Kleinste Nachlässigkeiten der Buchener straften die Gastgeber gnadenlos und so genügten ihnen wenige Minuten, um den Spielstand auf 13:8 zu erhöhen.

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Für Buchens Trainer Sebastian Wiener war dies Grund genug, zum ersten Mal von der grünen Time-Out-Karte Gebrauch zu machen. Seine taktischen und personellen Änderungen trugen umgehend Früchte, denn in der Folge konnte man den Rückstand konstant halten. Bis zur Halbzeit ging es hin und her: im Gleichschritt netzten beide Mannschaften nach schnell vorgetragenen Angriffen ein und so ging es mit 22:16 Toren in die Pausenbesprechung.

Auch nach dem Seitenwechsel büßte die Partie nichts an ihrer Intensität ein. Hüben wie drüben fiel Tor um Tor und bis zum 26:20 blieb es beim 6-Tore-Rückstand. Dann aber kam der Buchener Motor wieder für einige Minuten ins Stottern und ehe man sich versah, hatte Handschuhsheim im Eilverfahren auf 31:21 gestellt. Der Ausgang des Spiels war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr wesentlich zu ändern, doch Buchen steckte nicht auf und gab alles. Ein recht deutliches 39:31 stand letztlich auf der Anzeigetafel des Heidelberger Sportzentrums Nord, weil sich der Handschuhsheimer Klassenprimus selbst keine Schwächephase erlaubte und gleichzeitig jene der Buchener konsequent zu seinen Gunsten ausnutzte.

Die deutliche Leistungssteigerung der Buchener im Vergleich zu den letzten Spielen genügte schlussendlich nicht, um den Tabellenführer über 60 Minuten ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Dennoch hat sich die junge Mannschaft von Sebastian Wiener nicht viel vorzuwerfen nach ihrem Auftritt in Handschuhsheim und kann mit Optimismus auf den nächsten Samstag blicken, wenn die Drittligavertretung des TSV Amicitia Viernheim in Buchen gastiert. Mit ähnlich engagierter Leistung sollen dann wieder zwei Punkte auf der Habenseite verbucht werden.

Für Buchen spielten: Nirmaier, Djapa (beide Tor), Kraft (2), Gremminger (2 Tore/davon 1 Siebenmeter), Michael (2), Große (2), Beck (6), Beuchert (3), Zuzarovski (1), Weis (3), Röckel (9/1), Weimer (1).

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