Landleben gar nicht so schlecht

Mudau beteiligt sich am Europäischen Filmfestivals der Generationen

Mudau. (lm) Mit vier Filmen hatte sich die Gemeinde Mudau an der siebten Ausgabe des Europäischen Filmfestivals der Generationen, veranstaltet vom Kompetenzzentrum Alter des Instituts für Gerontologie an der Universität Heidelberg zusammen mit dem Gesundheitsamt in Frankfurt am Main, beteiligt.

Als Schlusspunkt im ehemaligen Kinosaal begeisterte der Dokumentarfilm „Die mit dem Bauch tanzen“ das überwiegend weibliche Publikum, darunter auch F. Braehausen von der Metropolregion Rhein-Neckar und Karin Lindegger als Fachfrau zum Thema, ungemein.

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„Schade, dass die Herren der Schöpfung bei dieser ganz hervorragenden Filmreihe nur in schwindend geringer Zahl anwesend waren“, kritisierte Hans Slama als Leiter des Arbeitskreises Demographie.

Schon das Eröffnungsbild war bei diesem letzten und sich abhebenden Film ein echter Hingucker: Eine ganze Herde voller Rindviecher starrt in eine Richtung und aus der kommt eine große Gruppe anmutig tanzender fröhlich bunt gekleideter Frauen angeschwebt.

Dabei ist, so der allgemeine Tenor, dass der alternde Körper zwar niemand besonders behagt, aber dennoch muss sich jeder diesem Thema eines Tages stellen. Doch ist ein „Altern in Würde“ wirklich gleichbedeutend mit dem Verstecken eben dieses Körpers?

Wie der Film beeindruckend zeigt, sieht nicht nur die Mutter der Regisseurin Carolin Genreith das ganz anders. Denn seit 25 Jahren legen sie und ihre Freundinnen einmal in der Woche alle Hemmungen ab, ziehen sich bunte Kostüme an und lassen beim Bauchtanz ihre Hüften kreisen.

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Die Tochter ist zunächst skeptisch, lernt aber im Laufe ihrer Dokumentation die Frauen und deren Lebensmodelle kennen und wertschätzen. Unter anderem merkt sie, dass man keine Angst vor dem Älterwerden haben muss und dass sie vielleicht ihr Körperbild überdenken sollte. Denn es geht bei den Bauchtanz-Damen nicht ums Zurschaustellen, sondern um Ästhetik und Zusammenhalt. Sie lernt, dass das Leben ein breites Spektrum bietet, das es zu nutzen gilt.

Wie Bürgermeisterstellvertreter Franz Brenneis zusammen mit Hans Slama, Karin Lindegger und Dr. Norbert Rippberger abschließend zusammenfassten, ist es wichtig, unter die Leute zu gehen, Gemeinschaft zu pflegen, das breite Angebot der heutigen Möglichkeiten zu nutzen und sich nicht mehr Probleme zu machen als notwendig.

Entgegen vieler Meinungen ist das Leben auf dem Land gar nicht so schlecht. Es liegt an jedem einzelnen, sich sein Glück zu erarbeiten und nach seiner Facon glücklich zu werden. Und vor allem ist es gar nicht so schwierig, mit eine positiven Einstellung das Leben zu meistern, vor allem nicht, wenn man dieses Lebensgefühl über Gemeinschaft erlebt.

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