Auszubildende zeigten ihr Potenzial

„Regionaler Infotag“ am Berufsbildungswerk Mosbach-Heidelberg zum Thema „Übergang Schule – Beruf“


Auszubildende zur Friseurin zeigten unter Anleitung von Ausbilder Frank Beisel (li.) und im Beisein von Bundestagsabgeordneter Dr. Dorothee Schlegel (2.v.r) und BBW-Leiter Manfred Weiser (re.) ihr Können. Seit diesem Jahr wird diese Ausbildung am BBW-Standort Heidelberg angeboten. (Foto: Michael Walter)

Mosbach. (mw) Ob angehende Friseurin, Gartenbaufachwerkerin, Fachhelfer für Reinigungstechnik, Fachkraft für Lagerlogistik, Fachpraktikerin Hauswirtschaft oder Fahrradmonteur: Junge Auszubildende zeigten beim „Regionalen Infotag“ am Berufsbildungswerk (BBW) Mosbach-Heidelberg der Johannes-Diakonie, welch großes Potenzial in ihnen steckt. In offenen Werkstätten schauten zahlreiche Interessierte den künftigen Fachkräften über die Schulter. Ziel dieses Infotages war es, die vielen Wege für einen Einstieg für junge Menschen mit dem Anspruch auf sonderpädagogische Bildung vorzustellen. Dabei erhielten Besucher Informationen zu Projekten und Unterstützungsangeboten verschiedener regionaler Bildungsträger sowie über vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten.

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Bei Rundgängen durch das Berufsbildungswerk zeigte sich schnell, wie gezielt sich die Besucher informieren wollten. Hier wurde nach Unterbringungsmöglichkeiten im Internat oder nach konkreten Inhalten der zahlreichen Ausbildungsberufe des BBW an den Standorten Mosbach und Heidelberg gefragt. Dabei besonders im Fokus: die neu in Heidelberg ins Programm aufgenommenen Ausbildungsberufe Friseur/in und Fachpraktiker/-in für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice. Die verschiedenen Aussteller beantworteten außerdem Fragen zu Fördermöglichkeiten und Unterstützung beim Übergang Schule – Beruf.

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Vertreten waren neben dem BBW beispielsweise die Agentur für Arbeit Mosbach, die Handwerkskammer Mannheim, die Johannes-Diakonie Mosbach mit Berufsbildungsbereich, Johannesberg Schule und Klinikschule, bfz gGmbH Mosbach, die Hardberg-Förderschule Mosbach, die Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar, die Jugendberufshilfe des Neckar-Odenwald-Kreises, Cool Double X, St. Kilian Walldürn mit der Nardini-Schule, das Kolping Bildungswerk Mosbach, die Sonderberufsschule Mosbach, USS GmbH Mosbach sowie der Verband Lernen-Fördern Baden-Württemberg.

Interessierte wurden unter anderem zu Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BVB, VAB), Berufsvorbereitenden Einrichtungen (BVE), Ausbildungsmöglichkeiten in örtlichen Betrieben und bei Bildungsträgern, Ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) oder zur Vermittlung in Arbeit über Praktika (UB) über „Training on the Job“ – Qualifizierungen direkt am Arbeitsplatz (Jobcoaching) beraten. Darüber hinaus standen Einzelförderung und Psychologischer Dienst des BBW für Gespräche bereit, im Bereich Wohnen und Freizeit präsentierten sich unterschiedliche Wohnangebote.

In der BBW-Cafeteria warteten herbstliche Schlemmereien und in der Sporthalle durften Kinder die Bewegungslandschaft kennenlernen.
Neben der Information hatte der „Regionale Infotag“, der in dieser Form zum zweiten Mal stattfand, eine weitere wichtige Funktion: die Möglichkeit zur Vernetzung der Bildungsträger in der Region. Und die Gelegenheit zum Austausch wurde rege genutzt. „Durch die Vernetzung unserer Angebote profitieren in erster Linie die jungen Menschen, aber natürlich auch die verschiedenen Bildungsträger“, so der Leiter der Sonderberufsschule am BBW, Andreas Hannak, der für die Organisation des Infotages verantwortlich war.

Ein positives Fazit des Infotags zog am Ende auch BBW-Leiter Manfred Weiser: „Es ist wichtig, dass wir in der Region die Leistungsfähigkeit und das große Potenzial von jungen Menschen mit dem Anspruch auf sonderpädagogische Bildung verdeutlichen“. Und das sei mit diesem Infotag einmal mehr gelungen. Eine Wiederholung im kommenden Jahr sei jedenfalls bereits in Planung.

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