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Dr. Dorothee Schlegel, MdB, besuchte das jüdische Museum in Creglingen_ 

Creglingen. (pm) „Die furchtbaren Verbrechen, die zur Zeit des Nationalsozialismus begangen wurden, erschüttern immer wieder. Ich bin froh, dass es mit dem jüdischen Museum in Creglingen eine Anlaufstelle gibt, um Geschichte begreifbar zu machen und Schicksale kennenzulernen“, so SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Dorothee Schlegel, die gemeinsam mit einer Delegation der SPD Creglingen das jüdische Museum in Creglingen besuchte.
Willi Hahn, der ehrenamtlich im Museum arbeitet, stellte Schlegel die Entstehungsgeschichte des Museums vor und führte die Gruppe durch das Gebäude. Das 1880 errichtete Gebäude ersetzt ein altes Wohnhaus, das bis ins 19. Jahrhundert von jüdischen Familien bewohnt war.

In Creglingen gab es ein reges jüdisches Leben. So gab es eine Synagoge, eine jüdische Schule, ein rituelles Bad und einen jüdischen Friedhof, sowie einige Vereine und Stiftungen.

Im Zuge der Machtergreifung Adolf Hitlers kam es am 25. März 1933 bei einem Pogrom durch die SA zur Ermordung von zwei Creglinger Juden. Viele jüdische Einwohner verließen daraufhin Creglingen bzw. Deutschland. Nachdem beim Novemberpogrom 1938 die Synagoge demoliert wurde und jüdische Männer ins KZ Dachau verschleppt wurden, verließen 1938 die letzten jüdischen Einwohner die Stadt. Das Museum, das seit 2000 besteht, soll einen Einblick in die jüdische Geschichte Creglingens ermöglichen.

„Erinnerung ist nicht nur ein Blick zurück. Sie dient vor allem dem Blick nach vorn. Nie wieder dürfen wir solche Zustände tolerieren“, so Schlegel abschließend.

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