NKG-Schüler gewinnen Geschichtspreis

Auszeichnung für Jugendliche beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten – Gewinner zum Thema »Gott und die Welt« stehen fest

Hamburg. (pm) Die ersten Ministrantinnen in der katholischen Kirche, die Entwicklungen der islamischen Gemeinden in der Region seit den 1960-er Jahren und die Bedeutung und der Einfluss religiöser Traditionen und Feste. Dies sind nur einige der Themen, zu denen Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten zum Ausschreibungsthema »Gott und die Welt. Religion macht Geschichte« geforscht haben. Bundesweit nahmen mehr als 5.000 Jugendliche am Wettbewerb teil. Aus insgesamt 1.639 eingereichten Beiträgen wurden nun die besten Arbeiten ausgewählt. 173 Beiträge haben Schüler aus Baden-Württemberg eingereicht. Auf Landesebene vergibt die Körber-Stiftung insgesamt 250 Landessiege (je 250 Euro) und 250 Förderpreise (je 100 Euro). Zudem wird in jedem Bundesland die erfolgreichste Schule ausgezeichnet.

Die Rolle der Kirche im Nationalsozialismus beschäftigt Schüler

Die Teilnehmenden haben sich auf vielfältige Weise mit dem Einfluss und Wirken von Glauben und Religion auf das Zusammenleben der Menschen beschäftigt und dazu oftmals Zeitzeugen in der eigenen Familie befragt. Mehr als 20 Prozent der Schüler setzten sich mit der Rolle der Kirche und Bedeutung des Glaubens während der NS-Zeit auseinander. Formen des christlichen Widerstands und kirchlicher Antisemitismus waren dabei gleichermaßen Thema. Anlässlich des bevorstehenden Reformationsjubiläums nahmen viele der historischen

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Spurensucher auch das Wirken Martin Luthers und der Reformationsbewegung in den Blick. Ausgehend von der historischen Analyse wird in vielen Arbeiten der Bogen in die Gegenwart geschlagen. »Die Schülerinnen und Schüler plädieren dafür, Respekt und Toleranz gegenüber den verschiedenen Glaubensgemeinschaften und Religionen zu üben als Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben«, so Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Bildung der Körber-Stiftung.

Kritischer Umgang mit Quellen ist für Teilnehmende wichtig

Rund 40 Prozent der Schüler haben in Archiven recherchiert. »Dass junge Leute beim Geschichtswettbewerb Original-Dokumente sichten und auswerten wollen, ist gerade in Zeiten von ›Fake-News‹ eine gute Botschaft. Die Fähigkeit, sich ein eigenes Bild der Vergangenheit auf der Basis von Erstinformationen machen zu können wird zunehmend wichtiger«, so Tetzlaff. Neben schriftlichen Beiträgen haben die Jugendlichen ihre Forschungsergebnisse auch in Audio- und Video-Formaten, Ausstellungen oder anderen kreativen Formen eingereicht.

Auszeichnung der besten Beiträge auf Landesebene

Am 21. Juli 2017 werden die Preisträgerinnen und Preisträger aus Baden-Württemberg im Rahmen der feierlichen Landespreisverleihung im Neuen Schloss in Stuttgart ausgezeichnet. Die 250 Landessieger im Wettbewerb haben zudem die Chance, auch einen von 50 Bundespreisen zu erringen. Die Erstpreisträger und ihre Tutoren werden am 22. November vom Bundespräsidenten persönlich in Schloss Bellevue ausgezeichnet.

Zu den Preisträgern gehören auch Schülerinnen und Schüler des Nicolaus-Kistner-Gymnasiums in Mosbach.
Landessieger wurden Paula Woreschk mit ihrer Arbeit ›ErkannteseineSchäfchen‹ Eine Arbeit über meinen Urgroßvater Karl August Frick, Pfarrer in Neckarburken und  Adriana van der Donk, die eine Arbeit mit dem Titel „Schaffe, schaffe Moschee baue – Der Islam wird in Mosbach heimisch“. 

Förderpreise gingen an Hannah Glaser und Hannah Hess, die eine Arbeit mit dem Titel „Wir haben uns erst zu Hause gefühlt, nachdem die Kirche fertig war – Die St. Josef Kirche in Mosbach – Heimat für Vertriebene?“ vorlegen. Auch  Jakob Klaffke und Silas Kolbe erhielten einen Förderpreis. Die NKG-Schüler, die wie alle anderen von Tutorin Christine Eggers unterstützt wurden, hatten sich mit „Kann Gott die Grenzen des KZs überwinden? Ein Beispiel aus Neckarelz“ beschäftigt.

Außerdem erhielt das Nicolaus-Kistner-Gymnasium eine Auszeichnung als
„Landesbeste Schulen Baden-Württemberg“. Dieser Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

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