Kreistagspolitik 4.0 vor anspruchsvoller Kulisse

Symbolbild

SPD-Kreistagsfraktion auf Klausurtagung in der Nähe des Hambacher Schlosses

(pm) Mit einer langen Themenliste begab sich die SPD-Kreistagsfraktion zu ihrer Jahresklausur in die Nähe des Hambacher Schlosses, das als Ausgangspunkt der deutschen Demokratie gilt, die in Deutschland lange erkämpft werden musste.

„Auch auf Landkreisebene geht es darum, um die besten Lösungen für die Zukunft zu streiten, neue Schwerpunkte zu setzen bzw. Aufgaben zu priorisieren oder den Mut zu haben, von einem Projekt auch Abstand zu nehmen“ so die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Heide Lochmann bei der Begrüßung der Kollegen.

Aus aktuellem Anlass tauschten sich die Räte darüber aus, wie das Mitgliedervotum für oder gegen die GroKo bewertet und wie über Inhalte und Personen diskutiert wird. Reichen die mit großem Engagement ausgehandelten Ergebnisse für die Menschen im Land, für Kommunen und Kreise aus, werden sie umgesetzt und wenn ja, wie und wann?

Grundsätzlich bewerteten die Fraktionsmitglieder die Ergebnisse als zukunftsfähig, wenn auch nicht alle wichtigen Punkte konsensfähig waren.

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Zu Arbeit, Handwerk und Industrie 4.0 und damit verbunden zu schnellem Internet aber auch den Mobilfunklöcher, die dringend geschlossen werden müssen im Kreis, berieten sich die Räte. In welchen Bereichen – in den Unternehmen, in den Behörden – führt die Digitalisierung zu einer Vereinfachung?

Eine Bestandsaufnahme, welche Dienstleistungsangebote bereits online gut bewältigt werden und von der Bevölkerung angenommen werden, ist wichtig. Es wird immer Menschen geben, die die neuen Medien aus unterschiedlichsten Gründen nicht annehmen. Und es wird immer Dienste geben, in denen der persönliche Kontakt das beste Mittel ist. . „Das Handwerk hast sich sehr gewandelt. Es ist ein absolut moderner Arbeitsbereich geworden, der sämtliche neuen Techniken einsetzt – nun muss sein Image moderner werden, um auch genügend Auszubildende anzuziehen“, so Ralf Schnörr, auch Geschäftsführer der Handwerkskammer Rhein-Neckar.

Lehrstellenbörsen sind gute Türöffner, für Eltern und Schüler – da tut sich im Kreis viel, inzwischen auch bei der Förderung des Technikinteresses für Mädchen und Frauen. Das muss nach Kräften von allen Seiten unterstützt werden. Es folgte ein Erfahrungsaustausch über die Verwendung von Tablets an Schulen – von der Finanzierung bis hin zur notwendigen Lehrerfortbildung, der Datensicherheit und den Chancen im internationalen Wettbewerb. Was ist inzwischen bekannt über die Chancen, aber auch die Schwierigkeiten bei der Verwendung von Tablets im Unterricht? Notwendig ist es hier, sich auch innerhalb der Metropolregion auszutauschen – mit dem Staatlichen Schulamt und den beruflichen Schulen, deren Schüler häufig über Kreisgrenzen hinweg unterwegs sind.

Über die Zukunft der Mobilität, des öffentlichen wie privaten Personenverkehrs, wird auf Vorschlag der SPD-Kreistagsfraktion bereits in Form eines ÖPNV-Zukunftskongresses, auch zusammen mit den Nachbarkreisen, weitergedacht. „Wir sind uns bewusst“, so Karlheinz Graner, „dass wir auf dem Land ganz anders unterwegs sind und viel individueller und flexibler reagieren müssen. Über attraktive Kleinbusangebote wie in südlichen Ländern kann ebenso nachgedacht werden wie über Bürgerbusstrukturen oder E-Mobilität, über neue Schienentrassen, über Barrierefreiheit, über interkommunale Zusammenarbeit bei der Beförderung“. Ebenfalls wurde angeregt die Ausweitung des Carsharings, neue e-bike –Stationen und Fahrradwege zu fördern. Wir werden alle älter. Auch aus dieser Sicht ist es unabdingbar, über Mobilität im weiteren Sinn nachzudenken.

„Bildung von Anfang an“, vom Schulbau, über die Schulentwicklung zur Betreuung in Kitas und bei Tageseltern und der Berufseinstiegsbegleitung bildeten den Schlusspunkt der Klausur, die mit dem Besuch auf dem Hambacher Schloss endete – 186 Jahre, nachdem sich über 30.000 Menschen dort für Freiheit, Einigkeit und Demokratie eingesetzt haben.

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