„Präsenz leistet wichtigen Beitrag zur Sicherheit“

 Im Gespräch über die Sicherheitslage im Main-Tauber-Kreis (von links): Erster Landesbeamter Dr. Ulrich Derpa, Polizeivizepräsident Karl Himmelhan, Polizeipräsident Hans Becker und Landrat Reinhard Frank. (Foto: LRA)

Neuer Polizeipräsident erstmals in dieser Funktion bei Landrat Frank

(lra) Der neue Polizeipräsident Hans Becker war erstmals in dieser Funktion bei Landrat Reinhard Frank zu Gast. Er wurde begleitet vom neuen Vizepräsidenten Karl Himmelhan. An dem Gespräch zur Sicherheitslage des Main-Tauber-Kreises nahm außerdem der Erste Landesbeamte Dr. Ulrich Derpa als ständiger allgemeiner Vertreter des Landrats teil. „Ich freue mich über jedes Polizeiauto, das ich sehe. Die Präsenz der Polizei leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung im Main-Tauber-Kreis“, erklärte Landrat Reinhard Frank.

In der Kriminalstatistik 2017 für die Region und für den Main-Tauber-Kreis habe sich gegenüber dem Vorjahr „so gut wie nichts verändert“, fasste Hans Becker zusammen. Die Aufklärungsquote im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn-Franken sei weiterhin sehr gut und liege über dem Landesschnitt. „Der Main-Tauber-Kreis ist weiterhin einer der sichersten Kreise in Baden-Württemberg“, erklärte Becker.

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Beim Wohnungseinbruchdiebstahl wurden eine deutliche Abnahme der Fälle und gleichzeitig eine hervorragende Aufklärungsquote verzeichnet. Unter anderem konnte eine Serie von Einbruchsdiebstählen durch Jugendliche in Wertheim aufgeklärt werden. „Hier macht sich die Kombination aus Repression und Prävention klar bemerkbar“, sagte Hans Becker. Einen Beitrag leiste die Einbruchsschutz-Kampagne „K-Einbruch“. Auf Initiative des Referats Prävention des Polizeipräsidiums Heilbronn und des Fördervereins Aktionskreis Sucht- und Gewaltprävention, Sicherheit und Gesundheitsförderung im Main-Tauber-Kreis e.V. (Förderverein AkS) konnte Anfang des Jahres ein Linienbus im Main-Tauber-Kreis außen mit Motiven der Kampagne gestaltet werden. Gerade der Förderverein AKS entfalte immer mehr positive Wirkung. Nach der erstmaligen Verleihung von Preisen für gezeigte Zivilcourage im Jahr 2017 ist auch 2018 eine derartige Veranstaltung im Spätjahr in Assamsstadt vorgesehen. Zur Unterstützung der Aktivitäten des Fördervereins AkS findet am Samstag, 05. Mai, ein Benefizkonzert mit dem Landespolizeiorchester Baden-Württemberg in der Wandelhalle Bad Mergentheim statt.

Bei den Verkehrsunfällen bewegen sich die Zahlen im Main-Tauber-Kreis weiter auf relativ niedrigem Niveau. Die Geschwindigkeitskontrollen seien auf Unfallhäufungsstellen konzentriert worden, erläuterte der Polizeipräsident. Sehr gut geklappt habe im Jahr 2017 die Abstimmung der Messpunkte mit dem Landratsamt, das ebenfalls Geschwindigkeitsmessungen vornimmt. „Dies trägt zur positiven Bilanz bei“, erklärte Becker.

In Sachen Begleitung von Schwertransporten mit so genannten Verwaltungshelfern anstelle der Polizei wurde im Main-Tauber-Kreis im Jahr 2017 das landesweit erste Pilotprojekt umgesetzt. Die neuen Verwaltungsvorschriften zur Straßenverkehrsordnung ermöglichen es, die Begleitung von Großraum- und Schwertransporten mit Verwaltungshelfern anstelle der Polizei durchzuführen. Diese müssen durch die zuständige Verkehrsbehörde förmlich verpflichtet und eingewiesen werden. „Das neue Verfahren führt zu einer Entlastung der Polizei, verursacht aber auch Mehrarbeit bei den Verkehrsbehörden, welche die Verwaltungshelfer genau einweisen müssen“, fasste Polizeivizepräsident Himmelhan zusammen. Dabei lobte er die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Polizei, Landratsämtern und Großen Kreisstädten bei diesem Projekt.

Unisono begrüßt wurde von den Vertretern von Landkreis und Polizei die Schaffung einer Polizeischule in den Räumen der früheren Außenstelle der Akademie der Polizei in Wertheim, die ab 01. Juli in Betrieb gehen soll. Damit wird die Polizei hier künftig Ausbildung statt wie früher Fortbildung betreiben. „Ich bin sehr froh, dass viele junge Menschen in die Polizei kommen“, kommentierte Hans Becker die Ausbildungsoffensive des Landes. In diesem und im nächsten Jahr werden landesweit jeweils 1.800 anstatt der noch vor kurzem üblichen 800 jungen Frauen und Männer zur Ausbildung eingestellt. Die Verantwortlichen des Polizeipräsidiums und der Hochschule für Polizei bekennen sich zu dieser wichtigen Zukunftsaufgabe der Polizei und werden diese Herausforderung gemeinsam stemmen.

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