Azubis sollten Lehrstellen-Check machen

(Foto: pm)

530 freie Lehrstellen im Neckar-Odenwald-Kreis – In Hotels und Restaurants noch 26 Azubis gesucht

(pm) Heute Schüler, morgen Azubi – der Countdown läuft: Rund fünf Monate vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres registriert die Arbeitsagentur noch 530 offene Lehrstellen im Neckar-Odenwald-Kreis. Darunter sind 26 freie Ausbildungsplätze in Hotels und Gaststätten. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. Die Palette an Berufen in der Gastro-Branche reiche vom Koch über die Hotel- und Restaurantfachfrau bis zum Kellner als Fachkraft im Gastgewerbe. Vom Luxus-Hotel mit Gourmetküche bis zum Schnellrestaurant, von der Frühstückspension bis zum Tagungshotel: „Wer in die Hotellerie einsteigt, kann die Karriereleiter hochklettern. Aber: Ob Küchenchef oder Hoteldirektorin – eine solide Ausbildung ist immer das Fundament für eine gute Laufbahn im Beruf“, sagt Burkhard Siebert.

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Die NGG hat mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) vereinbart, dass grundsätzlich jedem Azubi ein Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und eine geregelte Arbeitszeit zustehen. Auch Restaurants und Hotels, die nicht zum DEHOGA gehören, sind gezwungen, sich daran zu halten. Außerdem empfiehlt der Geschäftsführer der NGG Heilbronn Jugendlichen, bei der Auswahl des Ausbildungsbetriebes im Neckar-Odenwald-Kreis genau hinzugucken: „Das Geld, das ein Azubi verdient, muss passen. Dafür hat sich die NGG starkgemacht und per Tarifvertrag eine Ausbildungsvergütung herausgehandelt. Die sollte der Ausbildungsbetrieb auf jeden Fall bezahlen. Wichtig ist, sich hier nicht über den Tisch ziehen zu lassen.“ In welchem Ausbildungsjahr man wo wie viel verdient und worauf man als Auszubildender bestehen kann – darüber informiert die NGG Heilbronn Jugendliche aus dem Neckar-Odenwald-Kreis auch am Telefon (07131 – 83328) oder per E-Mail (region.heilbronn@ngg.net).

Die NGG appelliert an die Ausbildungsbetriebe im Neckar-Odenwald-Kreis, bei interessierten Jugendlichen „nicht zu stark auf den Schulabschluss und auf die Noten zu schielen“. Natürlich seien Mathe, Deutsch und gerade auch Fremdsprachen im Gastgewerbe wichtig. Aber auch wer kein Musterschüler sei, müsse die Chance haben, mit anderen Qualitäten wie Kommunikationsfreude und Teamfähigkeit zu punkten.

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„Und ganz wichtig: Der Abschluss eines Ausbildungsvertrages ist keine Einbahnstraße. Jugendliche sollten den Betrieb, für den sie sich interessieren, genau unter die Lupe nehmen. Erst wenn sie überzeugt sind, dort auch drei Jahre Lehre motiviert durchzuziehen, sollten sie den Ausbildungsvertrag unterschreiben“, so Burkhard Siebert.

Das Gespräch mit anderen Azubis, die ihre Ausbildung im Wahlbetrieb bereits machen, biete hier eine gute Orientierung. „Entscheidend ist, dass sich ein Ausbildungsbetrieb um die Azubis kümmert. Dazu gehört ein fester Ansprechpartner. Aber gerade auch Respekt und Wertschätzung sind wichtig. Und, dass die Azubis nicht als billige Arbeitskräfte eingesetzt werden, sondern das lernen, was sie für die Prüfung und für ihr späteres Berufsleben auch brauchen“, so NGG-Geschäftsführer Burkhard Siebert.

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