Seckach setzt Verkehrsschau um

​Auf diesem Gehweg vor dem Rathaus will man künftig das Parken – nicht nur von LKWs, aber vor allem von diesen – verhindern. (Foto: Liane Merkle)

Seckach.  (lm)  Etwas über 180 Seiten an Anlagen zu den Tagesordnungspunkten mussten oder sollten die Mitglieder des Gemeinderates im Vorfeld gelesen haben um über die zu beschließenden Punkte ausreichend informiert zu sein.

Einen wesentlichen Teil in der jüngsten Gemeinderatssitzung unter Vorsitz von Bürgermeister Thomas Ludwig nahm dabei die bereits beschlossene und in der Vorplanungsphase befindliche neue Kindertagesstätte im Ortsteil Seckach ein. Im Rahmen des zu erstellenden Bebauungsplanes hatte die Gemeindeverwaltung sowohl die Öffentlichkeit als auch Behörden und Träger öffentlicher Belange über das Vorhaben informiert und zu Stellungnahmen aufgefordert. Nach Ablauf der vorgegebenen Frist wurde festgestellt, dass aus der Einwohnerschaft keine Stellungnahmen eingegangen waren und nach Aussage von H. Bergmann vom Büro ifk-Ingenieure auch die meisten Behörden und Institutionen fast keine Einwände vorbrachten. Bürgermeister Ludwig: „Die Anregungen und Stellungnahmen, die vorgebracht wurden, können problemlos in den Planentwurf eingearbeitet werden, wodurch voraussichtlich nicht mit zeitlichen Verzögerungen zu rechnen ist“. Der Gemeinderat nahm dies vor Abgabe an das Planungsbüro ifk-Ingenieure in Mosbach zustimmend zur Kenntnis.

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In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die Errichtung einer großflächigen Photovoltaikanlage im Außenbereich durch die Firma Energiebauern aus Sielenbach, mit deren Inhalte sich das Gemeindegremium bereits in vorangegangenen Sitzungen beschäftigt hatte. So billigte man nun den angepassten Entwurf des Bebauungsplanes „Solarpark Roter Markstein/Hirschboden“ und gab diesen nach erneuten Infos durch F. Bellmann von der Firma Energiebauern zur Offenlegung für die Beteiligung der Öffentlichkeit, Behörden und Träger öffentlicher Belange frei. Die Planeinsichtnahme im Bürgerbüro des Seckacher Rathauses erfolgt im Zeitraum vom 07. Mai bis 08. Juni. Die Kosten für die Aufstellung der vorhabenbezogenen Bebauungspläne einschließlich des Umweltberichtes und aller weiteren erforderlichen Gutachten trägt das Betreiberunternehmen.

Keine Stellungnahmen mit Anregungen oder Bedenken seitens der Einwohnerschaft gab es auch aus der frühzeitigen Beteiligung zu den Bebauungsplänen „Solarpark Krumme Fürch“ und „Solarpark Hohler Stein/Speckengrund“ durch die Firma Anumar aus Ingolstadt. Auch hier seien die Anregungen und Einwände öffentlicher Belange in den Bebauungsplan einzuarbeiten, wofür Behandlungsvorschläge vom Planungsbüro Landschaftsarchitekten und Stadtplaner Neidl + Neidl aus Sulzbach/Rosenberg vorgestellt wurden. Auch hier trägt die Betreiberfirma sämtliche Kosten. Die Fläche im Bereich der geplanten Anlage wird derzeit überwiegend landwirtschaftlich als Acker und Grünland genutzt. Wie der Betreiber mitgeteilt hatte, wird nach Herstellung der Anlage unter und zwischen den aufgeständerten Modulen extensives Grünland entwickelt. Im Norden des Planungsgebietes werden baumbestandene Flächen des angrenzenden Wirtschaftswaldes durch das Vorhaben überplant und als Ausgleich für die Inanspruchnahme der Waldbereiche ist die Aufforstung auf einer externen Fläche vorgesehen. Diese Fläche befindet sich ca. 1,7 km nordöstlich der geplanten Anlage und schließt an vorhandene Waldflächen an. In die angrenzende „Magere Flachland-Mähwiese“ und das biotopkartierte Feldgehölz sowie das Feldgehölz im Nordosten werde nicht eingegriffen, teilte der Betreiber mit.

Nach Auswertungen der Ergebnisse aus der Verkehrsschau zu Anfang dieses Jahres nahm das Gemeindegremium die vorgetragenen Punkte zustimmend zur Kenntnis und beschloss folgendes: 1. Zum Schutze der Fußgänger und des gemeindlichen Eigentums wird u.a. das Parken von LKW auf dem breiten Gehweg vor dem Rathausplatz – oft auch gleichzeitig noch gegenüber – mittels Geländer oder Böller unterbunden und am westlichen Gehweg in der Bahnunterführung wird eine Absperrung angebracht. 2. Zur Verbesserung der Beschilderung für Lastkraftwagen zu den Gewerbegebieten „Friedhofstrasse“ und „Grabenweg“ soll eine effektivere Anbringung der Schilder erfolgen.

Den übrigen von der Verwaltung vorgeschlagenen Maßnahmen in allen Ortsteilen wurde ebenfalls zugestimmt. Für die Ortsdurchfahrt Zimmern wurde die Fa. ERA aus Heilbronn mit der Lieferung einer Geschwindigkeitsmesssäule für 22.289 Euro beauftragt. Zustimmung fand auch die Schaffung einer Stelle als technischer Leiter/in für den Zweckverband Hochwasserschutz Einzugsbereich Seckach/Kirnau (mit 60 Prozent) und für die Wasserversorgung Bauland (mit 40 Prozent). Die Kosten hierfür sollen auf die acht bzw. fünf Mitgliedsgemeinden verteilt werden.

Abschließend der umfangreichen Tagesordnung schlug der Gemeinderat Klaus Hoffert aus Seckach, Martin Kloss aus Großeicholzheim und Inge Marie Bonin aus Zimmern als Schöffen/innen für die Geschäftsjahre 2019 bis 2023 vor.

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