Krabbelnde Erdbeeren mit auffälligen Augen

Mit Beginn der Erdbeer-Saison gibt es auch im Zoo Heidelberg farbenfrohen Zuwachs. Auffallend orangerot bis erdbeerrot mit kleinen gelbweißen Knötchen zeigen sich die neuen Bewohner des Terrariums im Kleinen Affenhaus. 14 Erdbeer-Landeinsiedlerkrebse können dort gezählt werden.

Erdbeer-Landeinsiedlerkrebse im Zoo eingezogen


(pm) Beheimatet sind die Vertreter der Zehnfußkrebse in der Nähe der Küsten von Teilen Asiens, Afrikas und Australiens. Als Einsiedlerkrebse nutzen sie zum Schutz ihres weichen Schwanzteils künstlichen Schutz. Diesen finden die Tiere in Form von leeren Schneckenhäusern, aus denen die auffallenden Augen und die roten Beinpaare herausragen. Die vorderen der fünf Beinpaare sind als Scheren ausgebildet, die zur Nahrungsaufnahme verwendet werden.

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Die Allesfresser ernähren sich von Früchten, Gemüse, Fisch, Fleisch, Garnelen und Blättern. Dabei wird auch der lebensnotwendige Farbstoff Astaxanthin aufgenommen, der vor allem in roten, gelben und orangefarbenen Gemüsen und Früchten vorkommt und für die kräftige rote Färbung sorgt.

Die bis zu zehn Zentimeter großen Landeinsiedlerkrebse haben sich nahezu vollständig dem Landleben angepasst und sind begabte Kletterer. Selbst dünne Halme werden von ihnen erklommen, um an schmackhafte Nahrung zu gelangen. Einzig das Larvenstadium verbringen die Tiere im Meerwasser.
Da die eingenommenen Behausungen – ebenso wie ihr Panzer – nicht mitwachsen, ziehen die Tiere regelmäßig aus ihren Schneckenhäusern aus. Während einer Wachstumsphase häuten sich die Krebse und vergraben sich dazu im Sand, da sie in dieser Zeit sehr verletzlich sind. Danach steht die Suche nach einer neuen passenden Behausung an.

Wer auf Erdbeersuche im Zoo gehen und die faszinierenden Tiere beobachten möchte, findet sie im Kleinen Affenhaus im Haustierraum.

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