Bringen Rhein-Neckar-Löwen den Job zu Ende?

Symbolbild

Die Handball Bundesliga-Saison neigt sich dem Ende zu. Fünf Spieltage gilt es noch zu absolvieren. Fünf wichtige Spieltage, denn es stehen noch einige Entscheidungen an. Wer steigt ab? Wer darf im europäischen Wettbewerb spielen, und natürlich die Frage aller Fragen: Wer wird Meister?

Der Titelverteidiger hat die besten Karten
Die besten Chancen auf die Meisterschaft haben die Titelverteidiger der Rhein-Neckar-Löwen. Das Team von Nikolaj Jacobsen thront an der Spitze der Tabelle und ist kurz davor den Titel zum dritten Mal in Folge klarzumachen. Mit 24 Siegen bei nur vier Niederlagen weisen die Mannheimer die beste Bilanz auf und sind zudem ohne Unentschieden durch die Saison gekommen. Trotzdem ist der Titel noch nicht in trockenen Tüchern. Im Gegenteil, es warten noch so manche Stolpersteine auf dem Weg zur Titelverteidigung.

Die Verfolger bleiben auf Kurs  
Rein theoretisch können sogar noch sechs Mannschaften den Titel holen. Erst der Tabellensiebte, MT Melsungen, hat auch rein rechnerisch nicht mehr die Möglichkeit, Meister zu werden. Auch Hannover und Kiel haben, wenn überhaupt, nur noch Außenseiterchancen im Meisterschaftsrennen. Zu unwahrscheinlich ist ein kompletter Einbruch der Rhein-Neckar-Löwen bei gleichzeitiger voller Punkteausbeute der Konkurrenten. Der Titelverteidiger müsste in den verbleibenden fünf Spielen mehr Minuspunkte einfahren als in der gesamten Saison. Eine relativ unwahrscheinliche Konstellation. Etwas näher dran sind die Verfolger der SG Flensburg-Handewitt. Falls die Mannheimer noch zwei Mal patzen sollten, was bei einem Restprogramm mit starken Gegnern nicht ganz unwahrscheinlich wäre, so müsste der Tabellenzweite aus dem Norden ohne Punktverlust bleiben, um den Meistertraum am Leben zu halten. Dementsprechend hoch sieht auch Stakers DE die Chancen der Rhein-Neckar-Löwen auf die dritte Meisterschaft in Folge.

Der Fahrplan für die Titelverteidigung steht
Nachdem nun auch die letzten Nachholspiele terminiert wurden, steht das Restprogramm der Rhein-Neckar-Löwen fest. Und dieses hat es in sich. In den letzten Spieltagen trifft das Team von Nikolaj Jacobsen auf mehrere Topteams. Nachdem am 10. Mai der drittplatzierte SC Magdeburg zum Topspiel in die heimische Arena kommt, muss man nur drei Tage später zum Nachholspiel zu den Füchsen nach Berlin. Es geht also Schlag auf Schlag. Immerhin wollen beide Teams nicht nur ihre Außenseiterchance auf den Titel wahren, sondern sich ebenfalls für die Champions League-Ränge in Position bringen. Falls die Meisterschaft nach diesen beiden Topspielen noch nicht feststehen sollte, haben die Mannheimer immer noch Chancen den Titel einzufahren. Das Auswärtsspiel beim HC Erlangen ist dabei allerdings ebenso wenig ein Selbstläufer, wie das folgende Nachholspiel am 24. Mai gegen den MT Melsungen. In den letzten beiden Saisonspielen gegen Ludwigshafen und Leipzig muss das Team dann noch einmal zeigen, warum man in der Tabelle ganz oben steht.

Was macht die Löwen so stark?
Die Ausgeglichenheit und die Erfahrung des Kaders ist ein großer Pluspunkt der Löwen. Rafael Baena ist mit 35 Jahren einer der älteren Kreisläufer der Liga und hat in dieser Saison trotzdem noch einmal einen Sprung nach vorn gemacht. Einen großen Anteil an dem möglichen Meistertitel hat auch der Top-Torjäger Andy Schmid. Der Kapitän hat bereits über 160 Mal getroffen und steht auf der Torschützenliste auf Platz zwei hinter Casper Mortensen vom TSV Hannover-Burgdorf. Auch Nationalspieler Patrick Groetzki gehört zu den Leistungsträgern.

Natürlich ist das Restprogramm der Löwen nicht ganz ohne. Allerdings ist der erfahrene Kader diese Drucksituationen gewohnt. So ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Mannheimer zum dritten Mal in Folge Deutscher Handballmeister werden.

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