Mobilität gewinnen, Selbstbewusstsein tanken

BBW-Auszubildende freuen sich über einen Zuschuss zum Führerschein. Die Ausbildungsverantwortlichen Rainer Lorenz (2. v. l.) und Marianne Benker-Müller (r.) freuen sich mit. (Foto: Andreas Lang)

Berufsbildungswerk Mosbach-Heidelberg überreichte Gutscheine zum Führerscheinerwerb

Mosbach. (pm) Mobilität wird für das Berufsleben immer wichtiger. In der Reinigungsbranche ist sie entscheidend für den beruflichen Erfolg. Im Berufsbildungswerk (BBW) Mosbach-Heidelberg der Johannes-Diakonie werden junge Menschen mit Unterstützungsbedarf zu Fachkräften für Reinigungstechnik ausgebildet. Seit kurzem unterstützt das BBW die Auszubildenden auch beim Erwerb des Führerscheins: Erstmals bekamen jetzt fünf Auszubildende der Fachrichtung Reinigungstechnik Gutscheine für einen Zuschuss zur Fahrausbildung überreicht.

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„Gerade in der Reinigungsbranche muss das Personal mobil sein, weil oft Objekte an ganz verschiedenen Orten zu reinigen sind“, erklärt BBW-Ausbildungsleiter Rainer Lorenz. Daher erhalten Teilnehmende der dreijährigen Ausbildung je nach Ausbildungsjahr 100, 125 und 150 Euro, die sie in Fahr- und Theoriestunden investieren können. Lorenz: „Mit den damit insgesamt möglichen 375 Euro lässt sich schon einiges anfangen.“

Der Führerschein hat aber nicht nur praktischen Nutzen, er gibt auch Selbstbewusstsein, wie Ausbilderin Marianne Benker-Müller betont. „Die Auszubildenden zeigen mit einer bestandenen Fahrprüfung, dass sie erfolgreich lernen und das Gelernte anwenden können.“ Ganz nebenbei schafft der Führerschein-Zuschuss zusätzlichen Anreiz für junge Menschen, sich für die Ausbildung in Reinigungstechnik zu entscheiden. Denn wie vielen anderen Berufen auch, fehlt es der Branche zunehmend an Nachwuchs.

Tamara Krüger freut sich auch im Nachhinein sehr über die finanzielle Unterstützung. Die Auszubildende im dritten Lehrjahr hat ihre Führerscheinprüfung bereits bestanden, genießt die neue Freiheit und Flexibilität. Stolz zeigt sie ihre Fahrerlaubnis. „Es ist ein schönes Gefühl, so schnell überall hin zu kommen“, erklärt sie. Bei mehreren Praxiseinsätzen in Betrieben in Mosbach hat sich die neu gewonnene Mobilität bereits bewährt. Ein Vorstellungsgespräch war nicht zuletzt dadurch ebenfalls erfolgreich. Tamara Krüger wurde zum Probearbeiten eingeladen und dahin fährt sie (natürlich) mit dem Auto.

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