Demographischen Wandel aktiv gestalten

Symbolbild

CDU will Digitalisierung für neue Formen der Pflege nutzen

(ne) Dass der demographische Wandel die Landkreise vor besondere Herausforderungen stellt, ist bekannt. Nach Auffassung der CDU-Kreistagsfraktion soll dieser aktiv gestaltet werden. Eine Möglichkeit sieht die CDU-Fraktion darin, digitale Strukturen auch für Senioren zunutzen.

Fraktionsvorsitzender hat dazu das „Walzbachtaler Modell“ ausfindig gemacht. Nach interner Prüfung hat die CDU-Fraktion nunmehr einen Antrag in den Kreistag eingebracht.

„Als ein wichtiges Thema sehen wir die Nutzung der Digitalisierung für die Bedürfnisse von Senioren. Digitale Anwendungen können die medizinische Selbstbestimmung fördern, z.B. in Form von einfach zu bedienenden Monitoring-Anwendungen, und die Koordination und Abstimmung von Pflegeleistungen, seien diese privater oder professioneller Natur, vereinfachen.

Die CDU-Kreisräte schlagen deshalb vor, dass sich die Kreisverwaltung mit dem Modellvorhaben „Walzbachtaler Modell“ befasst, das 2014 bis 2016 über das Innovationsprogramm Pflege des Landes Baden-Württemberg gefördert wurde und wozu nun auch praktische Erfahrungen vorliegen; zudem wird es in den Gemeinden Stutensee und Weingarten (Landkreis Karlsruhe) fortgeführt. Nach den von uns vor Ort geführten Gesprächen macht es insbesondere in den kleineren und mittleren Kommunen Sinn, da über die vorhandenen Nachbarschaftshilfen die Abend – und Spätschicht abgedeckt werden kann.

Ausgangspunkt des Projektes war die Suche nach einer kostenneutralen professionellen Alternative für den Einsatz ausländischer 24h-Pflegekräfte, die Menschen mit umfassendem Unterstützungsbedarf einen Verbleib in der eigenen Häuslichkeit zu vergleichbaren Kosten einer stationären Unterbringung ermöglicht.

Herzstück des zu erprobenden Alternativangebots zur „Rund um die Uhr Betreuung“ ist ein durch die Sozialstation verantwortetes Case Management, das Angebote lokaler Gruppen wie Nachbarschaftshilfe, Vereine, Kirche mit den Ressourcen von Angehörigen, Nachbarn und professionellen Pflegedienstleistungen wie Tagespflege, hauswirtschaftliche Hilfen sowie Pflege- und Betreuungsleistungen zusammenbringt.

Unterstützt werden diese Prozesse durch den – auf Wunsch des Betroffenen – Einsatz innovativer Technologien (.B. Sensor-Monitorierung-Systeme zur Sturzerkennung und –prävention), die kritische Situationen in der Häuslichkeit erkennen und rund um die Uhr passgenaue Hilfe über eine Smartphone-App organisieren.

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Ziel war es, mit dem Modell die vorhandenen Strukturen um den Wohnbereich herum zu stärken, Technik in der Wohnung sinnvoll einzubinden und anhand eines persönlichen Budgets die Tages- und Nachtpflege bedarfsorientiert abzubilden. Praxispartner waren die Sozialstationen Stutensee, Walzbachtal und Weingarten und der Landkreis Karlsruhe; unterstützt wurde das Vorhaben von der AOK Mittlerer Oberrhein.

„Wir beantragen daher, dass sich der zuständige Ausschuss damit befasst, ein Vertreter des Modellprojekts „Walzbachtaler Modell“ über die Erfahrungen berichtet und die Kreisverwaltung die Möglichkeiten einer Umsetzung in unserem Landkreis prüft“, so die CDU-Kreistagsfraktion.

© www.NOKZEIT.de


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