10 Jahre Biogasanlage Rosenberg

Beim Tag der offenen Tür auf der Biogasanlage in Rosenberg konnten die zahlreichen Besucher bei regelmäßigen Führungen und an den Infoständen Interessantes über die Anlage, die Landwirtschaft und Kompost erfahren. (Foto: pm)

Tag der offenen Tür**

Rosenberg.  (pm) Viel Technik, aber auch interessante Informationen über Land- und Forstwirtschaft konnten die zahlreichen Besucher beim Tag der offenen Tür auf der Biogasanlage in Rosenberg am vergangenen Sonntag bestaunen. AWN-Geschäftsführer Dr. Mathias Ginter konnte zu Beginn neben zahlreichen Besuchern auch Bürgermeister Gerhard Baar aus Rosenberg willkommen heißen. Zehn Jahre Biogasanlage in Rosenberg seien, so Dr. Ginter, Grund genug für einen solchen Tag der offenen Tür, um sich der Bevölkerung, den Geschäftspartnern und den Lieferanten zu präsentieren. Er erläuterte, dass diese Biogasanlage Strom für über 8000 Personen liefere und der benachbarten Firma Getrag sowie zahlreichen Gebäuden wie der Volksbank, dem Rathaus und der Metzgerei Weber in Rosenberg über ein Wärmenetz helfe, rund 200 000 Liter Heizöl klimaneutral zu ersetzen.

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Auch für die regionale Landwirtschaft sei sie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Betreiber dieser Biogasanlage ist die Energie Neckar-Odenwald (ENO), ein Tochterunternehmen der AWN. Das Team um Technischen Leiter Harald Schäfer hatte eine Menge vorbereitet, um den Besucherinnen und Besuchern, darunter sehr viele Kinder, Interessantes zu bieten. Auch zahlreiche Landwirte und Lieferanten kamen auf die Anlage. Bei den regelmäßigen Führungen erfuhren die Zuhörer nicht nur eine Menge technischer Daten, sondern auch sehr viel über die Biologie einer Biogasanlage – die einem Kuhmagen sehr ähnlich ist. Im Fahrsilo lagern über 15 000 Tonnen gehäckselter Mais oder andere silierbare Pflanzen von Landwirten aus der Region, das Substrat gärt im Fermenter bei rund 50 °C und mit dem entstehenden Biogas werden zwei Gas-Otto-Motoren mit insgesamt 1100 kW angetrieben, die Strom und Wärme produzieren. Bei der Leistungsschau der Firmen Agrotec Walldürn, Hübl Schlierstadt, dem Maschinenring Odenwald-Bauland, Fa. Anton Bopp Landmaschinen, W & K Land und Forst und Bioreact GmbH gab es zahlreiche hochmoderne Schlepper, Maishäcksler und anderes Gerät zu bestaunen.

Ein Infostand informierte über das Biomassezentrum als Teil des Entsorgungszentrums Sansenhecken in Buchen. Hier drehte sich alles um Kompost, Nährhumus und Pflanzenkohle.

Für Essen und Trinken war bestens gesorgt – lediglich der Wolkenbruch nachmittags „zur falschen Zeit“ dürfte die einen oder anderen Interessenten noch vom Besuch der Biogasanlage abgehalten haben.

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