Einbürgerungsfeier in Buchen

(Foto: Liane Merkle)
Buchen. (lm) „Deutschland hat mir alles gegeben, die Liebe meines Lebens, nette Menschen, eine gute Arbeit und darum will ich etwas zurückgeben und ein Vorbildbürger sein“. So Edgar David Matus Huerta aus Mexiko als neuer Bürger der Bundesrepublik Deutschland und namens weiterer Einzubürgernden und im Rahmen der 18. Einbürgerungsfeier des Neckar-Odenwald-Kreises in den Räumlichkeiten der Buchener Sparkasse.

Es war der Tag, dem die neun Frauen und zehn Männer aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern, von Bolivien bis Usbekistan, sehnlichst entgegengefiebert haben. Entgegen früherer, eher trister „Amtsstuben-Einbürgerungen“, fand diese Einbürgerungsfeier in ansprechendem Rahmen, im Beisein zahlreicher Gäste und mit musikalischer Umrahmung durch Alisa Winterholler (Akkordeon) und Vincent Fichter (Saxophon) von der Joseph-Martin-Kraus-Musikschule Buchen statt.

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Martin Graser, seines Zeichens Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Neckartal-Odenwald und Hausherr der Veranstaltung brachte sowohl Rechte als auch Pflichten der Neubürger zum Ausdruck und hob ihr deutliches Bekenntnis zum politischen und gesellschaftlichen System in Deutschland hervor. Das Einstehen zum deutschen Staat, seinen Werten und seiner Grundordnung sei das Fundament für eine Einbürgerung. „Sie machen unser Land vielfältiger, interkultureller und bunter und so heißen wir sie herzlich willkommen“.

Die Vorzüge des Neckar-Odenwald-Kreises hervorhebend und dabei seinen persönlichen „Migrationshintergrund“ (Sohn einer schwäbischen Mutter und eines badischen Vaters und zudem in Heilbronn geboren) nicht zu vernachlässigend, entbot Landrat Dr. Achim Brötel ein herzliches Willkommen. Dies galt auch den zahlreichen Bürgermeistern aus den umliegenden Gemeinden, Gemeindevertretern und Vertretern von Volkshochschulen, Kreisverwaltung, Musikschule und natürlich Martin Graser als Repräsentant der Sparkasse. „So, wie es in jeder guten Partnerschaft wichtig ist, beim anderen Unterschiede einfach zu akzeptieren, solange das große Ganze eine gemeinsame Grundlage hat, so gibt es auch für ein gutes Zusammenleben in Deutschland zwei unverzichtbare Bedingungen: Offenheit und gegenseitiger Respekt“, betonte der Landrat.

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Im Neckar-Odenwald-Kreis seien in den letzten Jahren zwischen 61 Menschen im Jahr 2015 und 153 Menschen im Jahr 2010 eingebürgert worden. Lag in den letzten Jahren die Türkei im Fokus der Einbürgerungen, kamen mehr und mehr Zuwanderer aus Polen und Kroatien dazu. Bei der aktuellen Einbürgerungsfeier wurden Menschen, teils nur mit Deutscher, teils mit Doppel-Bürgerschaft aus Italien, der Dominikanischen Republik, Mexiko, Ungarn, Brasilien, Nigeria, Griechenland, Bolivien, Pakistan, Türkei, Vietnam, Kroatien, Sierra Leone, Rumänien, Großbritannien und Irland zu neuen deutschen Staatsbürgern.

An die Adresse der Neubürger gerichtet: „ Wir brauchen aktive Staatsbürger, die sich auch in die Gemeinschaft und das öffentliche Leben einbringen. Nur dann kann ein gemeinsamer Weg tatsächlich gelingen“. Gleichzeitig erinnerte er auch an Heimatvertriebenen und Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg und deren beachtliches Lebenswerk im Rahmen einer gewaltigen Aufbauleistung. Mit Überreichung der Einbürgerungsurkunde, der informativen Vorführung eines Videos über den Landkreis und einem mit dem Kreislogo bestickten Handtuches fand die lange Reise der Neubürger ihr Ziel. Landrat Dr. Brötel: „Der Neckar-Odenwald-Kreis ist ein wunderschöner Landkreis mit vielen Chancen und Möglichkeiten. Nutzen sie diese Chancen für sich selbst, aber auch für uns“.

Buchens Bürgermeister Roland Burger zeigte sich auch namens seiner Kollegen erfreut über den gelungenen feierlichen Rahmen der Einbürgerungsfeier. Auch er erinnerte an die Nachkriegszeit und an die Mitmenschlichkeit unzähliger Bürgerinnen und Bürger, sowie an die großen Verdienste von Pfarrer Heinrich Magnani und Architekt Eiermann im Bereich der Wohnraumbeschaffung unter bezahlbaren Verhältnissen.

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