Mannheim: Festnahmen bei Regionalligaauftakt

(Symbolbild)

Mannheim. (ots) Am Sonntag fand das erste Heimspiel des SV Waldhof Mannheim in der neuen Regionalligasaison gegen den SSV Ulm
statt. Nach Angaben des Veranstalters besuchten insgesamt 3.900 Zuschauer das Spiel, davon 45 Gästefans.

Ein Fanmarsch, der im Vorfeld als Versammlung/ Aufzug zum Thema „Erhalt der Otto-Sifling-Tribüne“ angemeldet war, lief ab 11.30 Uhr vom Wasserturmgelände über die Augustaanlage in Richtung Carl-Benz-Stadion. Es nahmen etwa 200 Personen am Aufzug teil. Bis auf geringfügige Verkehrsbehinderungen verlief der Aufzug störungsfrei.

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Vor Spielbeginn wurden am Haupteingang zum Carl-Benz-Stadion an dortiger Einlasskontrolle, Maßnahmen der Polizei getroffen, die der
Identifizierung möglicher Tatverdächtiger von Straftaten aus dem Relegationsspiel vom 27.05.2018 galten. Es waren sog. „Identifikationsteams“ der eingerichteten Ermittlungsgruppe Relegation vor Ort und filterten einzelne Tatverdächtige am Einlass aus dem Besucherkreis des heutigen Spiels heraus. Hierbei kam es zu einer Widerstandshandlung gegen Polizeibeamte. Die Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen, teilweise erkennungsdienstlich behandelt und nach Tatvorhalt und entsprechender Belehrung zur Sache gehört. Es wurden in diesem Zusammenhang acht Personen vorläufig festgenommen, zwei der acht Personen konnten als Täter ausgeschlossen werden und wurden wieder auf freien Fuß gesetzt. Bei den Maßnahmen kam es zu vereinzelten Unmutsäußerungen sympathisierender Anhänger des SV Waldhof Mannheim, die mit den Maßnahmen der Polizei nicht einverstanden waren. Im Rahmen dessen kam es zudem zu mehreren Beleidigungen gegen Polizeibeamte, weshalb die Personalien von mehreren Personen aufgenommen werden mussten. Ein Täter wurde in
Gewahrsam genommen, da er zuvor Polizeibeamte angespuckt hatte.

Während und nach dem Spiel kam es zu keinen Störungen, alles verlief friedlich.

„Ein aus polizeilicher Sicht erfolgreich abgelaufener Einsatz. Auch gut, dass wir weitere Tatverdächtige von Straftaten aus dem Relegationsspiel gegen den KFC Uerdingen identifizieren konnten. Dies zeigt die effektive Arbeit der eingerichteten Ermittlungsgruppe.“ so das Resümee des Polizeiführers Frank Hartmannsgruber.

Derzeit sind knapp 40 Verfahren, zu denen Tatverdächtige ausgemacht wurden und fünf Verfahren gegen Unbekannt bei der Ermittlungsgruppe anhängig. Die Ermittlungen und die Maßnahmen der Ermittlungsgruppe Relegation werden fortgesetzt, hierzu wurde die Ermittlungsgruppe unlängst auf nunmehr acht Beamte aufgestockt.

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