Mit neuen Ideen gegen die Plastikflut

(Foto: pm)
Mosbach.  (pm) Wer kennt es nicht: man ist unterwegs und bekommt plötzlich Durst. Was tun? Man kauft sich schnell eine kleine Erfrischung und hat danach eine leere Plastikflasche in der Hand. Das wollen Blogger aus Hamburg verändern: Sie haben die Initiative „Refill Deutschland“ gegründet.

Mit minimalem organisatorischem Aufwand hat die Non-Profit-Organisation, die ausschließlich aus Ehrenamtlichen besteht, eine Online-Plattform geschaffen, auf der angezeigt wird, wo man kostenlos seine mitgebrachte Trinkflasche mit Leitungswasser auffüllen kann.
Der Plan: Wenn jeder seine Flasche wiederverwendet, anstatt sie wegzuschmeißen, führt das zu weniger Müll. Die UMwelt-Verschmutzung soll so verringert werden. Dieses einfache aber geniale Konzept findet immer mehr Unterstützende.

Werbung

Auch der SPD-Landtagsabgeordnete ist mit seinem Mosbacher Wahlkreisbüro der Initiative beigetreten: „Jeden Tag verbrauchen wir alleine in Deutschland knapp 50 Millionen Plastikflaschen. Unser Leitungswasser hat beste Trinkqualität und so können wir mit einer wiederverwendbaren Wasserflasche sehr viel Müll vermeiden.“

Als Vorlage dient das Projekt „Refill Bristol“ aus England. Seit 2015 stellen dort 200 Geschäfte, Einrichtungen und Privatpersonen ihren Wasserhahn zur Verfügung. Wie in Bristol gibt es auch in deutschen Städten einen blauen Refill-Sticker. Wer ihn in sein Schaufenster klebt, signalisiert: „Bei mir könnt ihr nachfüllen.“

Alle Stellen, die mit blauen Aufklebern die Wasserabgabe anzeigen, sind auf einer Karte im Netz eingetragen. So kann jeder mit seinem Smartphone unter www.refill-deutschland.de die nächstgelegene „Wasserstelle“ herausfinden.

„Die Abgabestelle in meinem Wahlkreisbüro ist die erste im Dreieck Würzburg-Heilbronn-Heidelberg. Ich hoffe, dass noch etliche hinzu kommen mögen“, so Nelius.

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen:

Werbeanzeigen

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen