Stiftung unterstützt „Leben braucht Wasser“

Unser Bild zeigt von links: Jochen Egner, Bernhard Heilig, Christa Parstorfer und Rainer Kampfhenkel. (Foto: privat)
Seckach. (lm) Über den Gesang haben sich die Gesangsvereinsvorsitzenden Bernhard Heilig und Jochen Egner kennengelernt. Und durch diesen persönlichen Kontakt hat der Hohenbacher Sangesbruder, der gleichzeitig auch ehrenamtlicher Finanzvorstand der Cooperation International Stiftung Dr. Ott ist, von den Projekten des Seckacher Förderkreises „Leben braucht Wasser“ erfahren und sich begeistert gezeigt, da die Projekte genau den Satzungszweck der Stiftung erfüllen.

„Bleibe deinem Nächsten keine Liebe schuldig, sonst bleibst du ihm alles schuldig!“ Diese Vision einer globalen Solidarität zog sich nach Aussage der Homepage von „Cooperation International Stiftung Dr. Ott“ wie ein roter Faden durch das Leben von Stiftungsgründer Gerhard Benedikt Ott, den Jochen Egner 25 Jahre persönlich begleitet hatte. Darum konnte er auch bestätigen: „Dr. Ott sah Christus in jedem Menschen, nahm ihn liebend an und förderte und entwickelte ihn weiter. Er wollte das Christentum mit seinem ganzen Sein sichtbar machen, ohne zu missionieren.“ Für Egner ist es selbstverständlich, dass die Stiftung voll und ganz im Sinne ihres Gründers weitergeführt wird.

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Und in diesem Sinne überreichte er an Bernhard Heilig im Beisein der Förderkreismitglieder Christa Parstorfer und Rainer Kampfhenkel für das neueste Projekt „Trockentoiletten für 200 Familien in Chincha und Mocupe“ eine großzügige Spende in Höhe von 10.000 Euro. Bernhard Heilig berichtete über seinen jüngsten Projekteinsatz in Peru von März bis Mitte Mai dieses Jahres als er sich in einem Feldbesuch überzeugte, dass alle Brunnen und Pumpen korrekt aufgebaut sind und das nun ausreichend vorhandene Wasser die Lebenssituation der betreffenden Familien deutlich verbessert hat.

Und weil nur Wandel beständig ist, hat er die bisherigen Kolbenpumpengießformen modifiziert, um die Projekte für den WASH Standard realisieren zu können. So wurden aus den reinen Saugpumpen nun Saugdruckpumpen, mit deren Hilfe sich Wasser in kleine Hochbehälter über der Toilette pumpen lässt, das dann zum Duschen und Waschen verwendet werden kann. Für einen Testversuch zum Aufbau von 10 Trockentrenntoiletten mit Wasserpumpe hatte er die benötigten Bausätze im Fluggepäck mitgenommen.

Denn wie er richtig vermutet hatte, konnte die Sendung von 200 kostenlos gefertigten Toiletteneinsätzen von der Firma KEO GmbH aus Elztal-Dallau und 200 ebenfalls gespendeten Kolbenbausätze aus Edelstahl von der Firma KKI Osterburken den peruanischen Zoll nicht pünktlich passieren. Weiter hatte der Förderkreis einen Acubator angeschafft und die Mitarbeiter vor Ort von der „Wasser und Umwelt“ studierenden Judith Heidler von der Bauhaus-Universität Weimar schulen lassen.

„Jetzt ist es uns vor Ort möglich, ohne bürokratischen und logistischen Aufwand das Wasser auf seinen Mikrobiologischen Zustand zu überprüfen“, erläuterte Heilig. Neu hinzugekommen sei auch die Möglichkeit, das Grauwasser von Dusche und Waschbecken mit einer Biokläranlage zu reinigen, dass es als Gießwasser benutzbar ist. Diese Anlage funktioniert ohne Energiezufuhr.

Judith Heidler sieht in der „Konzipierung und Implementierung eines dezentralen Abwasseraufbereitungssystems für schwach belastetes Grauwasser für Kleinbauernfamilien in Peru“ ein Zukunftsprojekt, das sie als Thema ihrer Masterarbeit wählte und nun betreut. Nach Aussage von Bernhard Heilig sucht der Förderkreis jetzt nur noch ein geeignetes Wasserfiltersystem für den kompletten Wasserkreislauf.

Nachdem Egner bereits das erfolgreiche Projekt „Wasser für 1.000 Menschen in Peru“ mit 8.000 Euro unterstützt hatte und sich von der Nachhaltigkeit der Aktion überzeugen konnte, fand er die neue Projektausrichtung des Förderkreises „Leben braucht Wasser“ spannend und Erfolg versprechend genug für eine weitere Unterstützung.

Hocherfreut und sehr dankbar nahm Bernhard Heilig als Vorsitzender des Förderkreises Leben braucht Wasser entgegen. Da die zukünftigen Projekte nicht mehr nur aus einem Brunnen und Pumpe, sondern aus Trockentrenntoilette mit Dusche und Handwaschmöglichkeit und Biokläranlage bestehen, hat sich der Finanzbedarf erheblich erhöht. „Hierzu kam der Geldsegen genau zu richtigen Zeitpunkt.“

Dennoch werden weitere Hilfen benötigt und wer sich an dieser Hilfe zur Selbsthilfe finanziell beteiligen möchte, darf das gerne unter der Spendenkontonummer IBAN: DE07 6745 0048 1001 2213 63.

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