Futterknappheit aufgrund extremer Trockenheit

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Auf vielen Feldern im Kreis vertrocknet derzeit der Mais wie hier bei Buchen. (Foto: LRA)

Extreme Ereignisse erfordern Sofortmaßnahmen – Bewuchs von Brachflächen darf verfüttert werden

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Hitze und Trockenheit setzen den Futterpflanzen auch im Neckar-Odenwald-Kreis zu. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat daher nun entschieden, dass Flächen, die als ökologische Vorrangflächen eigentlich nicht genutzt werden dürfen (öVF-Brachen), in dieser Extremsituation zur Verfütterung zugelassen werden. Neben der Eigennutzung ist die kostenlose Weitergabe im Rahmen der Nachbarschaftshilfe zulässig. Die Nutzung muss allerdings schriftlich angezeigt werden. Fragen hierzu beantwortet der Fachdienst Landwirtschaft des Landratsamtes.

Weiterhin sollen Zwischenfrüchte, die zur Bodenbedeckung, Bodenverbesserung und für mehr Biodiversität angebaut werden, ebenfalls zur Futternutzung geerntet werden dürfen. Jeweils acht Wochen nach der Aussaat können diese genutzt werden. Für Flächen nach dem FAKT-Programm gibt es noch keine Ausnahmen. Lediglich bei den Herbstbegrünungen kann zum Teil der Verpflichtungsumfang zugunsten einer Futternutzung reduziert werden.

Der Fachdienst Landwirtschaft schätzt unterdessen die Ertragsminderungen in der Landwirtschaft im Kreis auf etwa 13 Millionen Euro. Mit jedem weiteren Hitzetag steige der Schaden immer noch an. Im Futterbau müsse insgesamt mit etwa 30 bis 40 Prozent Ertragsminderung im Neckar-Odenwald-Kreis gerechnet werden, so die Prognose des Fachdienstes. Glücklicherweise könnten die Bauern oft auf gut gefüllte Silos zurückgreifen, denn derzeit wachse kein Grashalm auf den Wiesen und der Mais sei an vielen Stellen bereits vertrocknet und müsse vorzeitig gehäckselt werden. An anderen Standorten sei der Mais aufgrund sehr ungleich verteilter Regenmengen und unterschiedlicher Böden noch frisch. Am besten kommen Rotklee und Luzerne mit der Trockenheit klar.

© www.NOKZEIT.de


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