Größere Chancen für Schulabgänger

##IHK-Ausbildungsumfrage: Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt

**Mannheim. ** (pm) Die Unternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar erhöhen das Angebot an Ausbildungsplätzen stärker als die Nachfrage durch Bewerberinnerinnen und Bewerber wächst.

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Dadurch bleiben immer mehr Lehrstellen unbesetzt. Zugleich sind in den vergangenen zwei Jahren die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Bezirk der IHK Rhein-Neckar angestiegen. Angesichts der offenen Ausbildungsplätze hätte die Zahl an abgeschlossenen Ausbildungsverträgen allerdings noch höher ausfallen können. Zu diesem Fazit kommt die aktuelle

Ausbildungsumfrage der IHK Rhein-Neckar unter ihren ausbildenden Mitgliedsunternehmen.

Nachwuchs fehlt

2017 konnte mehr als jeder dritte Ausbildungsbetrieb der IHK Rhein-Neckar (37,4 Prozent) nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 11,3 Prozentpunkte.

„Bei den sich an der Ausbildungsumfrage beteiligenden Unternehmen sind im Durchschnitt 1,8 angebotene Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben (Vorjahr: 1,2). Damit wurde jeder fünfte angebotene Ausbildungsplatz nicht besetzt.

Dies zeigt: Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen ist nach wie vor hoch, es fehlen jedoch die potentiellen Nachwuchskräfte“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Nitschke. „Für Schulabgänger ergeben sich durch die vielfältigen Angebote der Unternehmen beste Chancen auf einen Ausbildungsplatz und auf eine berufliche Karriere.“

Die Gründe für diese Entwicklungen sind vielfältig. Neben der demografisch bedingt zurückgehenden Zahl der Schulabgänger und dem geänderten Berufswahlverhalten vieler junger Menschen sind unklare Berufsvorstellungen das Ausbildungshemmnis Nummer eins aus der Sicht der Ausbildungsbetriebe.87 Prozent der Unternehmen sehen hier laut IHK-Umfrage einen deutlichen Verbesserungsbedarf.

###Ausbildungsbereitschaft wächst

Bei der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge wurde 2017 ein Plus von fünf Prozent erreicht. Auch in diesem Jahr zeichnet sich wiederum ein positiver Trend ab. Ende Juli wurden bereits 2,8 Prozent mehr Ausbildungsverträge als im Vorjahresmonat eingetragen. „Die Betriebe haben den jährlich ansteigenden Fachkräftebedarf im Visier und stemmen sich mit attraktiven beruflichen Angeboten dagegen“, so Nitschke weiter.

###Ausbildung nicht angetreten

Auffällig ist, dass bei fast jedem dritten Ausbildungsbetrieb zumindest ein abgeschlossener Ausbildungsvertrag wieder aufgelöst wurde (31,1 Prozent). Das ist eine Steigerung um acht Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Manches Mal werden mehrere Ausbildungsverträge abgeschlossen, in anderen Fällen entscheiden sich die Bewerber doch noch für eine weiterführende schulische Ausbildung oder für ein Studium.

Unternehmen können häufig die wieder offenen Ausbildungsplätze kurzfristig nicht mehr besetzen. „Für alle Beteiligten mehr als bedauerlich. Denn es gilt nach wie vor: Wer mit einer Ausbildung ins Berufsleben startet und

sich danach durch die Abschlüsse der höheren Berufsbildung und sonstige berufliche Weiterbildung immer auf den neuesten Stand bringt, hat gute Aussichten auf einen sicheren und aussichtsreichen Arbeitsplatz“, skizziert Nitschke die beruflichen Möglichkeiten für Schulabgänger.

Info: Wer aktuell noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz für 2018 ist, kann sich unter www.rhein-neckar.ihk24.de, Suchbegriff/Nummer 32659, über das IHK-Beratungs- und Unterstützungsangebot informieren.

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