Waldbesitzer zur intensiven Käferkontrolle aufgerufen

Vom Borkenkäfer zerstörte Bäume im Bayrischen Wald. (Symbolfoto: Pixabay)

Anhaltende Trockenheit und Hitze lassen auch im NOK hohe Borkenkäferschäden befürchten. –  Alle

Neckar-Odenwald-Kreis. _(pm)_ Die anhaltend hohen Temperaturen und fehlenden Niederschläge der vergangenen Monate setzen auch den Wäldern im Neckar-Odenwald-Kreis erheblich zu. Durch die trocken-heiße Witterung haben insbesondere die Entwicklungsgeschwindigkeit und Populationsgröße der Fichtenborkenkäfer, konkret des Buchdruckers und Kupferstechers, deutlich zugenommen.

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Bereits Ende Juli erfolgte der Ausflug der zweiten Käfergeneration. Die Ausbildung einer dritten Buchdrucker-Generation wird immer wahrscheinlicher. Die Förster entdecken derzeit täglich neuen Käferbefall sowohl an Waldaußen- als auch innenrändern. Die Forstbehörde des Landratsamtes geht für das laufende Wirtschaftsjahr von einem Käferholzanfall von etwa 15.000 bis 20.000 Festmeter aus. Dies entspricht in etwa der vier- bis fünfachen Schadholzmenge des Vorjahres. Der hohe Käferdruck hat in den vergangenen Wochen zu verstärktem Befall stehender Fichten geführt.

Nur durch erhöhte Wachsamkeit und intensive wöchentliche Kontrollen, insbesondere in Waldbeständen mit Vorjahresbefall, in Windwurfflächen sowie Sturm- und Schneebruchlöchern, kann einer weiteren Befallsentwicklung wirksam begegnet werden. Gerade im kleinparzellierten Privatwald ist derzeit die gewissenhafte wöchentliche Käferkontrolle besonders wichtig. Die Forstbehörde bittet alle Waldbesitzer, gerade jetzt, ihrer Verpflichtung zur Abwehr von Waldschäden durch intensive Kontrollen und Verbringung des aufgearbeiteten Schadholzes aus dem Wald nachzukommen.

Mehrere Waldbesitzer wurden inzwischen von den Forstbetriebsleitungen im Rahmen des amtlichen Forstschutzes zur kurzfristigen Aufarbeitung von Käferholz hingewiesen. Bei Nichtbeachtung kann eine gebührenpflichtige Anordnung, und in Endkonsequenz, eine Ersatzvornahme der Forstbehörde erfolgen. Kann das Käferholz nicht zügig aus dem Wald verbracht werden, so sind die Stämme, sofern die Käfer noch nicht entwickelt sind, zu entrinden und anfallende Ast- und Kronenteile zu hacken. Zur Reduktion des weiteren Befallsrisikos ist es erforderlich, vorhandenes bruttaugliches Material wie frische Fichtenkronen, Äste und Reisig unverzüglich zu hacken oder zu mulchen. Eine Verbrennung im Wald ist bei derzeitiger Witterungslage nicht zulässig.

Für weitere Informationen stehen die Forstbetriebsleitungen in Schwarzach, Adelsheim und Walldürn gerne zur Verfügung.

© www.NOKZEIT.de


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