Weingut Hofäcker geht neue Wege der Vermarktung

Landrat Reinhard Frank (rechts) informierte sich zusammen mit dem Amtsleiter des Landwirtschaftsamtes, Meinhard Stärkel (links), beim Weingut Hofäcker in Queckbronn über die aktuelle Situation des Weinbaus vor der anstehenden Weinlese. (Foto: pm)

Landrat Frank auf Sommertour bei landwirtschaftlichen Betrieben

 

Taubertal. _(pm)_ Die anhaltende Dürreperiode in diesem Sommer bereitet Landwirten und Weinbauern große Sorgen. Landrat Reinhard Frank informierte sich zusammen mit dem Amtsleiter des Landwirtschaftsamtes, Meinhard Stärkel, beim Weinbaubetreib Hofäcker in Queckbronn über die aktuelle Situation des Weinbaus im Taubertal.

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„Nach Jahren mit frostbedingten Ernteausfällen haben alle Winzer auf ein normales Jahr gehofft. Bis vor einigen Wochen hat es auch richtig gut ausgesehen. Aufgrund der Traubenansätze konnte man von einer mengenmäßig überdurchschnittlichen Ernte ausgehen“, sagte Rainer Hofäcker vom gleichnamigen Weingut im Weikersheimer Ortsteil Queckbronn. „Die anhaltende Trockenheit treibt nun aber auch den Winzern inzwischen die Sorgenfalten auf die Stirn. In vielen Gemarkungen hat es in den vergangenen zwei Monaten noch nicht einmal Regenmengen in Höhe von 20 bis 30 Liter auf den Quadratmeter gegeben. Durch Zusatzbewässerung konnte teilweise das Schlimmste verhindert werden. Dies ist allerdings mit einem erhöhten Arbeitsaufwand und einer enormen Kostenbelastung verbunden und zudem aufgrund der mangelnden Wasserverfügbarkeit nicht überall möglich“, erklärte Meinhard Stärkel, Leiter des Landwirtschaftsamtes.

Weinbauberater Roland Zipf berichtete, dass der Gesundheitszustand der Trauben aktuell hervorragend sei. Die Weinqualität lässt sich jedoch erst nach der Gärung beurteilen. Aufgrund der Hitze ist davon auszugehen, dass die Säure schneller abgebaut wird und damit geringere Säuregehalte gemessen werden. Dies könnte Auswirkungen auf die Lagerbarkeit des Weines haben.

Landrat Frank erkundigte sich nach eventuellen Ernteausfällen aufgrund der Trockenheit. „Nachdem kein Frost aufgetreten und die Rebblüte optimal verlaufen war, waren die Traubenansätze in diesem Jahr überdurchschnittlich hoch. Teilweise wurde daher die Erntemenge durch kulturtechnische Maßnahmen bereits vor der Trockenperiode reguliert. Besonders in Junganlagen mussten die Rebstöcke jetzt aufgrund der Trockenheit noch stärker entlastet werden. Die Winzer hoffen allgemein immer noch auf größere Niederschlagsmengen vor der Lese, so dass zumindest mit einer durchschnittlichen Erntemenge gerechnet werden kann“, erklärten Meinhard Stärkel und Rainer Hofäcker gleichlautend.

Im Landkreis gibt es derzeit etwa 750 Weinbauern, vom Kleinstbetrieb bis zum Vollerwerbswinzer, die etwa 830 Hektar Rebfläche bearbeiten.

Im Rahmen der Sommertour besuchte Landrat Frank noch zwei weitere landwirtschaftliche Betriebe. Über die Besuche wird in Kürze berichtet. lra

Info:

Das Weingut Hofäcker produziert fünf Weißweine (Müller-Thurgau, Riesling, Grauburgunder, Chardonnay und Traminer) und sechs Rotweine (Schwarzriesling, Spätburgunder, Dornfelder, Acolon, Lemberger und Tauberschwarz). Im vergangenen Jahr hat das Weingut Hofäcker einen gravierenden Umbau abschließen können. Nun steht für Gruppen eine modern eingerichtete Vinothek für Weinproben und Veranstaltungen zur Verfügung.

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