Benefiz-Abend des Lions-Club Buchen

(Foto: Liane Merkle)

Mudau. (lm) Zu einem Benefiz-Abend hatte der Förderverein Lions-Club Buchen mit dem derzeitigen Präsidenten Bernhard Henk aus Hainstadt in die Mudauer Odenwaldhalle eingeladen. Über die mehr als gute Resonanz war Henk ebenso begeistert wie über das unkomplizierte und tolle Zusammenwirken zahlreicher ehrenamtlicher Helfer.

Werbung

„Toll, denn der Erlös der Veranstaltung kommt ja unseren zahlreichen nationalen und internationalen sozialen Projekten zugute!“ Und der Abend selbst konnte als Kurz-Reha für alle Anwesenden gerechnet werden, denn wahre Lachsalven erschütterten die Halle bei den Ausführungen von Comedy-Künstler Klaus Scholl (Schloßau), der mit seiner unnachahmlichen Art Aspekte des täglichen Wahnsinns „midde aus em Leebe“ pointiert und scharf gewürzt präsentierte.

Und Stoff hatte er wahrlich genug nach einer Woche, „aus der ma glatt zwee mache könnt“. Dabei stellte er fest, dass es Koma-Saufen früher nicht gegeben habe, denn das sei ein ganz normales Sportfest gewesen und von wegen „Wer nachts saufen kann, kann auch morgens aufstehen!“ – „Grad net!“ Doch der Dauernörgler mit dem obligatorischen Glas Weizenbier vor sich, hatte ein breites Nörgel-Repertoire in Familie, Politik, Promis oder schwedischen Möbelhäusern.

Er kannte auch das neueste Datum des Weltuntergangs, aber das werden wir nicht mehr erleben, denn es ist die Fertigstellung des Berliner Flughafens. Er wusste auch ganz genau um die Mängel von Passivhäusern und digitalen Kloschüsseln und meinte „Das Gute an der Zukunft ist, dass du sie immer nur tageweise verkraften musst“. Doch sein absolutes Lieblingskampfobjekt ist und bleibt wohl Schwägerin Iris mit dem Brauereigaulsarsch und der Latzhose. Biolehrerin, Vegetarierin und dann auch noch esoterisch angehaucht. Nicht viel besser ist seine Meinung über deren Ehemann: „Ich habe einen Tinnitus im Auge, denn ich sehe lauter Pfeifen.“

Und wenn man bedenkt, dass die Lieblingsszene seines Hochzeitsvideos rückwärts läuft „Ring aus – Junggeselle“, sollte man nicht glauben, dass er die Ehe im echten Leben so gar nicht als GmbH bzw. „Gemeinschaft mit beschränkter Haltbarkeit“ sieht. Ohne Zugabe durfte Klaus Scholl auch nach zwei Stunden Zwerchfellstrapaze nicht von der Bühne, was dem Publikum eine gelungene Parodie auf den von ihm sehr verehrten Marcel Reich-Ranicki zum Lied „Hänschen klein“ bescherte.

Teil zwei des unterhaltsamen Abends gestaltete die wohl dienstälteste Rockband im Altkreis Buchen. „The Lightnings“ nahmen die Gästen mit auf eine Reise von über 40 Jahre Musikgeschichte mit Beat, Rock und Pop von den Beatles und den Rolling Stones sowie bekannten Titeln von Neil Young, Credence Clearwater Revival, Jimmy Hendrix und vielen weiteren Interpreten.

© www.NOKZEIT.de


Werbeanzeigen

Artikel empfehlen: