Minister Hauk besucht Leuchtturm-Treff

(Foto: pm)

Mosbach. (pm) Auf Einladung des Mosbacher Arbeitslosenzentrums hat vor kurzem Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum, Verbraucherschutz und Landwirtschaft, den offenen Treff „Leuchtturm“ des Diakonischen Werks besucht. Die stellvertretende Geschäftsführerin des Diakonischen Werks im Neckar-Odenwald-Kreis, Ulrike Dinkelacker, begrüßte alle, die zu der Gesprächsrunde mit dem aus unserem Landkreis stammenden Politiker gekommen waren. Sozialarbeiterin Annika Spitzer berichtete von der Entstehung und Entwicklung des Projektes für langzeitarbeitslose und andere erwerbslose Menschen. Gefördert durch das Land Baden-Württemberg ist seit 2013 das wöchentliche, niedrigschwellige Treffpunktangebot „Leuchtturm“ eine wichtige Säule des Projektes, das durch Einzelberatung, Behördenbegleitung und öffentliche Bildungsveranstaltungen eine gute Ergänzung erfährt.

Werbung

Ein bunter Blumenstrauß von Themen entwickelte sich dann im Laufe des Gesprächs, das von Bernhard Goldschmidt, Leiter des Fachgebietes Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit beim Diakonischen Werk, moderiert wurde:

Peter Hauk teilte die Wahrnehmung aller BesucherInnen zum Thema „Wohnungsnot“, die auch den ländlichen Raum erreicht hat. Interessant waren hier seine Infos zu kostengünstiger Bauweise aus Holzmodulen, die mittlerweile auch in Städten umgesetzt wird. Kontrovers wurde das Thema „Sozialticket“ für den ÖPNV diskutiert. Hier wünschten sich die Treffbesucher mehr Verständnis und Unterstützung durch die öffentliche Hand, damit Empfänger von Arbeitslosengeld 2 aufgrund der schwierigen Mobilitätsstrukturen nicht noch mehr benachteiligt werden, als sie es durch den Sozialleistungsbezug sowieso schon sind.

Nachdenklich wurde es beim Thema Leistungsgesellschaft. Zum einen sei es ja positiv, dass aufgrund guter Wirtschaftslage sich viele Bürgerinnen und Bürger ein gewisses Maß an Wohlstand erarbeiten können. Zum anderen wird aber auch sichtbar, dass nicht alle Menschen von dieser Entwicklung profitieren: „Was soll ich denn tun, wenn mich kein Arbeitgeber mit meiner Krankheit nehmen will? Das verstehe ich ja sogar, aber ich kann es auch nicht ändern!“ meinte eine Besucherin, die schon seit mehreren Jahren ohne auskömmliche Arbeit ist. Auch Peter Hauk bestätigte die hohen Ansprüche der Arbeitswelt, die oft auch krank machen können: „Im Gegensatz zu früher gibt es heute aber keine Ruhepausen mehr. Damit müssen wir umgehen lernen.“ Positiv konnte Herr Hauk zur Kenntnis nehmen, dass die meisten Besucher des Arbeitslosenzentrums ehrenamtlich engagiert sind, z.T. auch in der Flüchtlingshilfe. Gute Resonanz erfahren auch die Bildungsangebote des Arbeitslosenzentrums mit Themen wie z.B. Wahlen, Talente und Kommunikation. Mit Dank für die gemeinsame Zeit, persönlichem Handschlag und Zufriedenheit über das gelungene Gespräch verabschiedeten sich der Minister und die Treffbesucher.

Wer mehr über die Aktivitäten des Arbeitslosenberatungszentrums wissen will, ist jeden Freitag von 10 bis 12.30 Uhr zum offenen Treff „Leuchtturm“ in die Neckarelzer Straße 1 eingeladen. Ansprechpartner sind Annika Spitzer und Bernhard Goldschmidt. Email: info@diakonie-nok.de, Tel. 06261-9299-0. Das Arbeitslosenzentrum wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg unterstützt.

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen:

1 Kommentar

  1. Hey,
    „Besucher Arbeitslosenzentrums ehrenamtlich engagiert sind, z.T. auch in der Flüchtlingshilfe“
    also ich möchte es nicht beschwören ich vermute das der Leuchtturm der Nachfolgetreff
    des früher noch existierenden offenen Treff für Psychisch/Seelisch kranke ist. Also was soll man davon halten? Die Werden gefördert „Die durften Bestimmt auch alle mit zu Ausflügen oder Freizeiten“ Das ist eigentlich kein Treff für Notleidende Arbeitslose behaupte ich mal. 100% kann ich mir nicht sicher sein aber ich kenne das nur zu gut vom Diakonischen Werk. Das ist so ein Treff da Treffen sich die Helfer und Einsatz willigen Leute die dann Gelder und Förderung abziehen von anderen Projekten oder Bedürftigen Menschen und warum machen sie das
    „weil sie es können“ Vielleicht ist von 10 Leuten auch ein Arbeitsloser mit Problemen dabei tatsächlich, die haben das now how wie sie sich am besten verkaufen. Und alles was ich wirklich lese und auch der Besuch vom Herr Hauk spricht für mich eine eindeutige Sprache.
    Die Super-Amigo-Vernetzung fehlt nur noch das die Frau B. einen Artikel Schreibt! Dann ist die Sache Perfekt. Es ist meistens nicht so wie es dargestellt wird oder rüber kommt. Ärgerlich wird’s dann den wenn solche Helfer dann andere wirklich bedürftige Ausschließen und sei es nur von einem Ausflug und oder ähnlichen was nicht schlimm wäre schlimm ist das halt nur wenn die verantwortlichen vom Diakonischen Werk eben das machen was solche sogenannten „Helfer“ fordern Weil „ ich ja Jemand bin Der hilft und der tut gar nichts, manchmal passt auch nur die Nase nicht“ -alles schon erlebt- Gruß Peter Ertl
    Besonders möchte ich darauf aufmerksam mach das es sich hier um meine persönliche Meinung handelt (Peter Ertl) die Meinung des Herausgebers der NOK-zeit kann durchaus abweichen!

Kommentar verfassen