Ganzzugverladung am Bahnhof

1.500 Festmeter „Käferholz“ wurden an der Güterverkehrsstelle des Landkreises in Mosbach-Neckarelz auf 20 Waggons verladen. (Leserfoto: Marcel K.)

1.500 Festmeter „Käferholz“ an der Güterverkehrsstelle des Landkreises an einem Tag verladen

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(pm) Am Bahnhof in Mosbach-Neckarelz, wo an den Verladetagen normalerweise Waggongruppen von fünf bis sechs Waggons abgefertigt werden, war dieser Tage eine Ganzzugsverladung mit 20 Waggons zu beobachten. Bereits in den Vorwochen konnte man sehen, dass größere Mengen Holz an der Güterverkehrsstelle des Landkreises vorgelagert werden. Bei diesem Holz handelt es sich um „Käferholz“, das infolge des heißen und langen Sommers vermehrt im Wald angefallen ist. Denn die Baumart Fichte kommt aufgrund des sich abzeichnenden Klimawandels und der ausbleibenden Niederschläge mehr und mehr unter Stress und kann sich immer schlechter gegen Schadinsekten wie den Fichtenborkenkäfer zur Wehr setzen. In Summe wird dieses Jahr im Landkreis mit 20.000 bis 30.000 Festmetern „Käferholz“ gerechnet. Befallene Bäume müssen umgehend gefällt und, um weiteren Schaden zu vermeiden, schnellstmöglich aus dem Wald und zu den Sägewerken verbracht werden.

Forstdirektor Dietmar Hellmann, Fachdienstleiter Forst im Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis, erläutert hierzu: „Im Norden Baden-Württembergs gibt es nur wenige Nadelholzsägewerke, die die angefallenen Mengen nur zu einem geringen Umfang aufnehmen können. Die Waldbesitzer sind deshalb darauf angewiesen, in weiter entfernte Regionen bis Bayern oder gar Österreich zu vermarkten. Das Verladegleis in Neckarelz eröffnet den Zugang zu diesen Märkten.“

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