4. Betroffenen- und Angehörigenkonferenz

Plattform für Fragen, Anregungen, Austausch und Vernetzung

Mosbach. (pm) Zur 4. Betroffenen- und Angehörigenkonferenz trafen sich Menschen mit und ohne Behinderung auf Einladung der kommunalen Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung, Jutta Schüle, im Landratsamt. Ziel dieser Veranstaltung ist es, Menschen mit Behinderung, deren Angehörige, rechtliche Betreuer sowie Interessenvertretungen über aktuelle Entwicklungen zu informieren und eine Plattform für Fragen, Anregungen, Austausch und Vernetzung zu bieten.

Jutta Schüle konnte so rund 30 Teilnehmer begrüßen. „Einer umfassenden und gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen gesellschaftlichen Bereichen wollen alle hier Anwesenden Rechnung tragen“, sagte sie zu Beginn. Entscheidend sei, die Begegnung von Menschen auf Augenhöhe, mit Respekt und Wertschätzung.

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Im Folgenden richtete die Leiterin des Fachbereiches Jugend und Soziales, Renate Körber, Grußworte an die Konferenzteilnehmer. Sie berichtete über die Entwicklungen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) und dessen schrittweise Umsetzung im Landkreis. Neben der Bestätigung der Stadt- und Landkreise Baden-Württembergs als zukünftig weiterhin zuständige Träger der Eingliederungshilfe gab sie bekannt, dass die Umsetzung des in mehreren Schritten in Kraft tretenden Gesetzes in enger Kooperation mit den Leistungserbringern erfolgen soll. Erwünscht sei bei allen Beteiligten, den Leistungsberechtigten ebenso wie den Leistungserbringern und Kostenträgern, eine schnelle und reibungslose Umsetzung der neuen rechtlichen Grundlagen. Voraussetzung hierfür ist allerdings noch von Seiten des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg die Festlegung des zukünftigen Bedarfsermittlungsinstrumentes und der Abschluss eines Rahmenvertrags für die Vergütungsvereinbarungen zwischen dem Landkreis und den Leistungserbringern.

Hier knüpfte der Leiter des Fachdienstes Eingliederungshilfe beim Landratsamt, Christian Köckeritz, mit einer Präsentation und Erläuterungen zum Stand des BTHG  an. Er vermittelt aktuelle Informationen rund um das Gesetz, verdeutlichte noch einmal dessen Ziele nach mehr Selbstbestimmung und gleichberechtigter Teilhabe.

Ein im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes entstandenes Novum, so eine weitere Information an die Teilnehmer, ist die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB). Hier finanziert der Bundesgesetzgeber für fünf Jahre eine zusätzliche, unabhängige Beratungsstelle zu Fragen der Teilhabe und Rehabilitation. Die Beratung erfolgt durch Betroffene für Betroffene, Expertenwissen soll genutzt werden. Träger dieses neuen und kostenlosen Beratungsangebotes im Kreis ist die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Baden-Württemberg. Die Beratung findet im Mehrgenerationenhaus in Mosbach statt.

In der Austausch- und Fragerunde wurde von den Teilnehmern Bezug genommen auf den Abbau von Barrieren im Öffentlichen Personennahverkehr und die Wohnmöglichkeiten von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Festgestellt wurde im Gespräch, dass die Barrierefreiheit in den genannten Bereichen noch wesentliche Spielräume zur Ausgestaltung offen hält und die Verantwortlichen vehement an ihre Verpflichtung erinnert werden müssten. Festgestellt wurde auch, dass die Betroffenen- und Angehörigenkonferenz des Neckar-Odenwald-Kreises erneut einen sehr wichtigen Beitrag zu gelebter Inklusion geleistet hat. „Die einmal im Jahr stattfindende und auf sehr positive Resonanz stoßende Konferenz ist nur eine der vielfältigen inklusiven Maßnahmen im Kreis“, so Schüle abschließend.

© www.NOKZEIT.de


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1 Kommentar

  1. Hey,
    Na dann ist ja alles gut! Hier wurde in einem gewissem umfang ein Fehler im System gemacht, mit den Wohngemeinschaften für Psychisch kranke. Auch mit dem
    Dezentralen wohnen, Das schlechteste ist, das die AWO oder das diakonische werk oftmals kein Interesse daran haben jemanden für die Selbstständigkeit fit zu machen, im gewissen umfang ist dies verständlich, da wenn der Klient ja selbständig lebt der Klient ja das Geld nicht mehr bringt wie bei einer voll-Betreuung. Also ich persönlich mache täglich drei Kreuzte +++ das ich vor Jahren aus der Wohngemeinschaft für psychisch kranke in hohen Bogen rausgeschmissen worden bin, das war das glück meines Lebens! Weil ein
    Psychisch kranker kann sich in der WG nicht weiterentwickeln. Das hat gravierende Auswirkungen die derart aussehen das die Leute nach ca. 10 Jahren in der Psychiatrie- Klinik oder in Johannes-Diakonie landen, Oder im Heimbereich. Man muss natürlich sagen das aus eigenem antrieb der Kranke natürlich nicht aus dem Geschützten Bereich raus will.
    Hier muss ein neues Konzept her der Psychisch kranke muss von der Klinik in die WG, und dann muss eine neue (viele) stellen geschaffen werden, zu zwar Personen die mit Bürgschaft intensiv nach Wohnungen für die psychisch kranke suchen (eventuell auch mit Geld, so einmal Zahlung 3000 Euros) der psychisch kranke bekommt keine Wohnung! Aber die AWO mit Chef Mr. Maurus und seinem Familienheim GmbH sollte das kein Problem sein! Aber das ist halt sowie überall, das finanzielle Interesse einen „Haufen“ Euros mit dem Kranken zu verdienen die Gier überwiegt. Das ist eines der unmoralischsten Geschäfte die ich kenne.
    Dann steht in dem Artikel!!
    Die Beratung erfolgt durch Betroffene für Betroffene, Expertenwissen soll genutzt werden!
    Gerne, mich kann man immer fragen aber mich fragt ja keiner das währe ja ein Verlustgeschäft für manch eine Betreuung! Haha, dabei bin bekannt als 100%
    Schwerbehinderter kennt man mich natürlich bei der Eingliederungshilfe Mosbach.
    Für 450 Euro im Monat so Minijob Basis mach ich das jederzeit. Oft angeboten nicht genutzt da alles Amigos in dem Bereich!
    Gruß Peter Ertl

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