Konsumkredite nehmen zur Weihnachtszeit zu

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Weihnachten ist für viele eine kostspielige Angelegenheit. Je größer der Kreis an Familienmitgliedern und Freunden, den man beschenken möchte, desto größer auch die Belastung des Geldbeutels. Um alle Ausgaben für Geschenke decken zu können, nehmen gerade vor Weihnachten viele Deutsche einen Kredit auf. Vor allem die Nachfrage nach günstigen Online-Darlehen ist stark gestiegen. Trotz guter Konditionen sollte man bei Finanzierungen genau hinschauen – ansonsten gerät man schnell in die Schuldenfalle.

Abschlüsse von Online-Krediten nehmen stark zu

In Deutschland hat schätzungsweise jeder dritte Haushalt eine laufende Finanzierung, sei es eine Ratenzahlungsvereinbarung mit einem Einzelhändler oder ein Kredit bei einer Bank. Der Hauptgrund für eine Finanzierung ist in den meisten Fällen die Anschaffung eines Autos oder einer Immobilie. Immer häufiger werden dadurch aber auch teure Elektronikprodukte wie Fernseher, Smartphones oder Computer finanziert.

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Knapp die Hälfte aller Kredite werden über eine Bank abgeschlossen, ein Viertel als Ratenzahlungen beim Autohändler. Auch Online-Kredite von Direktbanken wie etwa der Norisbank werden immer beliebter. Jeder vierte Verbraucherkredit wird inzwischen im Internet abgeschlossen. Mit steigendem Vertrauen der Verbraucher in Online-Geldgeschäfte erfreut sich auch das mobile Banking zunehmender Beliebtheit. Allein im Jahr 2017 erhöhte sich der Anteil der Abschlüsse mit mobilen Endgeräten um sechs Prozent.

Grund für diesen Anstieg sind unter anderem die günstigen Konditionen für Darlehen, die in den letzten zwei Jahren angeboten wurden. Vor allem im Hinblick auf Zinsen können Verbraucher zurzeit kräftig sparen. Diese liegen für Online-Kredite weit unter dem Durchschnitt. Hinzu kommt eine historisch niedrige Arbeitslosenquote, die Menschen dazu verleitet, grundsätzlich mehr zu konsumieren.

Mit Beginn der Weihnachtszeit ist ein weiterer deutlicher Zuwachs im Handel zu spüren. Um teure Weihnachtsgeschenke zu finanzieren, gehen hierzulande rund 12 Millionen Bankkunden in den Dispo – zum Teil für heftige Überziehungszinsen. Wer auf die Käufe nicht verzichten will, sollte stattdessen einen Online-Kredit als weitaus günstigere Lösung vorziehen.

Augen auf bei den Rahmenbedingungen

Grundsätzlich kann ein Kredit eine sinnvolle Lösung sein, insbesondere dann, wenn er für eine dringende Anschaffung genommen wird, die sich anders nicht finanzieren lässt. Man sollte sich allerdings immer darüber im Klaren sein, dass ein Kredit eine finanzielle Belastung ist, die nicht zu unterschätzen ist. Auch die Rahmenbedingungen spielen eine entscheidende Rolle. Dazu gehören:

  • die Laufzeiten
  • die Kredithöhe
  • die Ratenhöhe
  • die Möglichkeit, Sondertilgungen zu leisten
  • etwaige Restschuldversicherungen

In den meisten Fällen ist es ratsam, kürzere Laufzeiten zu wählen. Zwar steigt damit auch die Ratenhöhe an, allerdings sind die Schulden wesentlich schneller beglichen und belasten den Kreditnehmer nur für einen kurzen Zeitraum. Lange Laufzeiten mit niedrigen Raten können dazu verleiten, eine höhere Kreditsumme zu wählen und höhere Investitionen zu tätigen als eigentlich nötig.

Auf eine Restschuldversicherung sollten Kreditnehmer nach Möglichkeit gänzlich verzichten. Diese hat den Zweck, den Kreditnehmer im Falle von Krankheit oder längerer Arbeitsunfähigkeit vor Zahlungsausfällen abzusichern, ist aber – außer im Rahmen von Baufinanzierungen – häufig überteuert und gerade bei kleineren Ratenkrediten überflüssig. Außerdem wird sie aufgrund zahlreicher Ausschlussklauseln oftmals nicht ausgezahlt – damit gehört sie zu den eher sinnlosen Finanzprodukten.

Bildrechte: Flickr Euro Kārlis Dambrāns CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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