Zimmern: Theatergruppe begeistert nach Pause

(Foto: Liane Merkle)

Zimmern. (lm) Drei Jahre Spielpause konnten dem Können und der über 20-jährigen Spielerfahrung der Zimmerner Theatergruppe nichts anhaben. Das bewies die Laientruppe eindrucksvoll mit „Oma Mina klärt den Fall“, einem Lustspiel in drei Akten von Erich Koch. Schon bei der Premiere am gestrigen Freitag im nahezu ausverkauften Dorfgemeinschaftshaus nahmen die „Vorhänge“ am Ende der Vorstellung kaum ein Ende. Dass sie nichts verlernt haben beim Einsatz von Mimik und Gestik zeigten alle acht Laiendarsteller mit Bravour in der turbulenten Ganovengeschichte mit folgendem Inhalt. Erwin Zugmantel, alias Daniel Kohler und sein Sohn Hans in Person vom Tobias Wachter finden den entführten und verletzten Fritz Lederle und bringen ihn mit nach Hause. Mit dieser „guten Tat“ beginnen für die beiden Halunken, die sich eigentlich auf Handtaschen- und Geldbeuteldiebstähle spezialisiert haben, so richtig ernste Schwierigkeiten. Denn Fabrikantensohn Fritz war Opfer einer Erpressung geworden und Polizist Paul (Gerhard Gräf) verdächtigt sofort die beiden Langfinger, weil eben auch alle Indizien gegen sie sprechen. Währenddessen sucht Betti Lederle, alias Regina Ziegler, ihren Sohn Fritz schon ganz verzweifelt, und sie klammer sich an Erwin und Hans, um ihren Sohn wiederzufinden. So kommt eins zum anderen und die Lage spitzt sich immer mehr zu und als dann Fritz mit Hilfe von Erwins Tochter Sonja (Iris Krämer) auch noch „verschwindet“, wird Hans Zugmantel ganz schnell verhaftet. Doch zum Glück hat er seine Oma Mina – personifiziert von Tanja Schimpf. Die hört zwar schlecht, was aber nicht weiter schlimm ist, doch sie lässt sich weder von einer Zigeunerin noch von zwei vermummten Gestalten aus der Ruhe bringen. Unterstützt wird sie bei ihren Recherchen von Max Ehrlich (Sandro Frank), der vor seiner Auswanderung in die USA nicht nur ein Freund von Polizist Paul war, sondern zudem größtes Interesse an der Aufklärung des Falles hat, weil er eben auch noch 100.000 Euro vermisst. Mehr wird noch nicht verraten, damit die Besucher der heutigen Vorstellung auch ein wenig Spurensuche betreiben können. Sollten die Souffleusen Yvonne Barth und Beate Wolpert gestern im Einsatz gewesen sein, so hatte es niemand bemerkt. Dank der professionellen Maske von Denise Kohler und Daniela Zorn waren alle Darsteller auch äußerlich hundertprozentig authentisch. Für die perfekte Technik zeichnete Benedikt Linder verantwortlich und für die Videoaufzeichnung Rudolf Zuber. Der frenetische Beifall galt nicht nur den eingespielten Laiendarstellern, sondern dem ganz Theaterteam, das auch heute Abend ab 19.30 Uhr noch einmal Oma Mina den Fall klären lässt im Zimmerner Dorfgemeinschaftshaus. Für die Bewirtung sorgen in Teamarbeit der FC und die FFW Zimmern.

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