Leadership: Führungsqualitäten machen sich bezahlt

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Immer mehr Unternehmen erkennen Leadership Skills als zum Teil ungenutzte Ressource im Personalmanagement. Dabei sind Führungsqualitäten unter Mitarbeitern ein Erfolgsfaktor, der sich nachhaltig lohnt – unabhängig von deren Position.

Mitarbeiterführung ist wesentlich für den Erfolg eines Unternehmens. Nicht umsonst geben Firmen jährlich große Summen für Seminare und Fortbildung rund um die Führungsfähigkeiten ihrer Angestellten aus. Kaum etwas wirkt sich so stark auf deren Motivation aus wie das Gefühl, gut geführt zu werden. Die Anbieter entsprechender Kurse, Workshops und Weiterbildungen sind zahlreich, jährliche Veranstaltungen wie das Euroforum oder die Online Fokus Konferenz widmen sich intensiv den Themen Human Resources, Weiterbildung und New Work.

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Was lange außer Acht gelassen wurde: Führungsqualitäten sind nicht allein „Chefsache“. Denn wer führen lernt, kann eigene Projekte verwirklichen und entwickelt ein Gespür für die Fähigkeiten und Bedürfnisse von Kolleginnen und Kollegen. Leadership bedeutet keineswegs, „Befehle zu erteilen“, sondern Aufgaben so zu verteilen, dass jeder bestmöglich eingesetzt ist. Ein Skill, der zu mehr Effizienz und Mitarbeiterzufriedenheit führt.

Führung als Form der Mitgestaltung

Ein Unternehmen, das diese Wende mitprägt, ist die GCH Hotel Group. Sie hat eine eigene Leadership Academy ins Leben gerufen, die ausdrücklich nicht nur den Führungskräften im Unternehmen vorbehalten ist. „Die Teilnehmer müssen selbst aktiv werden und haben die Möglichkeit, Teil des Wandels zu werden“, sagt Frank Fischer, Director Human Resources bei GCH und Initiator des Programms, im Interview. „Denn wir brauchen Mitarbeiter, die etwas bewegen möchten.“

Nicht nur in der Leadership Academy, sondern auch in deutschlandweiten Führungs-Workshops wird der Benefit von Leadership Skills für den regulären Angestellten diskutiert. Ergebnisse von Fortbildungen sind etwa mehr Klarheit hinsichtlich der einzelnen Aufgaben und ihrer Ziele sowie ein Gefühl der Handlungsfähigkeit. Nicht zuletzt sind Wertschätzung und Charakterbildung zentral. Linda Becker, langjährige Headhunterin, hat dafür einen einfachen Ratschlag: „Behandle dein Team so, wie du selbst behandelt werden möchtest.“ Der höfliche Umgang miteinander und ein ehrliches Interesse am anderen sind grundlegend für eine gute zwischenmenschliche Basis. Handeln Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens, unabhängig von ihrer Position, nach dieser Maxime, profitieren Betriebsklima und Arbeitsleistung.

Agiler denken und Mut zum Handeln

Wer Führungs-Skills beherrscht, ist zudem agiler und flexibler im Denken: Besserer Überblick, realistischer Einsatz von Ressourcen und der Mut zur Handlung zeichnen eine gute Führungskraft aus. Alles Fähigkeiten, die sich besonders unter den sich schnell wandelnden, oft unvorhersehbaren Bedingungen im Business bei der gesamten Belegschaft bewähren. Und, ebenfalls nicht zu unterschätzen: Wer führen kann, kann loslassen – Verantwortung, Perfektionismus und den Drang, „alles selbst zu machen“.

Was hinter der Idee der GCH Leadership Academy steht, motiviert auch viele andere Unternehmen dazu, in die Führungskompetenzen ihrer Mitarbeiter zu investieren. Ein „Hintergedanke“ ist, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eigene Projekte ins Leben rufen und diese eigenverantwortlich leiten. Daraus entsteht nicht nur ein Mehr an Erfolg, Bestätigung und intrinsischer Motivation für den Verantwortlichen, sondern es erwachsen auch innovative Ansätze und Strategien für das Unternehmen, das den Freiraum dazu geschaffen hat. „Es gibt jetzt viel mehr Menschen, die Führung übernehmen als früher“, beobachtet Achim Hensen, Gründer der Purpose-Stiftung. Weniger Hierarchie bedeute keine Unordnung – sondern eine Neuverteilung von Verantwortung.

Bildrechte: Flickr Company Presentation Amtec Photos CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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