Schiedsrichtervereinigung ehrt Quereinsteiger

_ Unser Bild zeigt von links: Jürgen Galm (bfv-Vizepräsident), Klaus Zimmermann (Kreisvorsitzender Buchen), Horst Saling, Heiko Link, Felix Beuchert (Schiedsrichter-Obmann Buchen) (Foto: pm)

Buchen. _(pm) _Dass man nicht schon im Jugendalter anfangen muss zu pfeifen, beweist Heiko Link vom TSV Fortuna Götzingen. Der Buchener Kreissieger der Kategorie U50 hat sich erst mit 42 Jahren für eine Schiedsrichterausbildung entschieden. Die Schiedsrichterei hat ihn zwar schon immer fasziniert, „gefehlt hat es anscheinend damals an der Initialzündung“, meint Link, der sich inzwischen auch als Lehrwart engagiert, rückblickend.

Einen ungewöhnlichen Einstieg fand er Jahre später über seine Arbeit: Er organisierte einen Schiedsrichterkurs für Gefangene, wollte mit gutem Beispiel vorangehen und nahm selbst auch daran teil. „Nach bestandener Prüfung, wollte ich unbedingt mit dabei sein. Nach diesem Kurs war für mich klar, dass ich diesem Hobby auch treu bleibe“, erinnert sich Link. Das Beste am Schiedsrichtersein aus seiner Sicht: Werte wie Zuverlässigkeit, Sicherheit, Pünktlichkeit sowie Entscheidungsfähigkeit, die einen Schiedsrichter auszeichnen, konnte er auch in seinem Privat- und Berufsleben einbringen.

„Oft kommen in unserer schnelllebigen Zeit Lob und Anerkennung oder auch nur einfach mal – „Danke“ sagen zu kurz“, findet Link. Umso mehr freut er sich über seine Auszeichnung: „Ich bin stolz darauf und freue mich riesig über die Ehrung.“

In der Kategorie Ü50 ehrte die Schiedsrichtervereinigung Buchen Horst Saling vom TSV Höpfingen. Auch er wagte sich erst vergleichsweise spät an die Pfeife. Nachdem er mit 38 Jahren aufgrund seines Berufes keine Zeit mehr für regelmäßiges Trainieren fand, dem Fußball aber dennoch treu bleiben wollte, meldete er sich kurzerhand zu einem Neulingslehrgang an.

„Eine Entscheidung, die ich bis heute nicht bereue“, sagt Saling. Der Umgang mit Menschen jeden Alters und die „ausgezeichnete Kameradschaft in der SRvgg Buchen“ bedeuten ihm viel. Er möchte andere Menschen dazu ermutigen, selbst Schiedsrichter zu werden: „An meinem Beispiel können sie sehen, dass man auch als älterer Schiedsrichter Anerkennung erfahren kann und nicht unbedingt Spitzen-Schiedsrichter des Verbandes gewesen sein muss, um eine Ehrung zu erhalten.“

Die Ehrungen in den Fußballkreisen Mannheim und Buchen waren die ersten im Jahr 2019. Die Kreissieger aus Tauberbischofsheim, Mosbach, Sinsheim, Heidelberg, Bruchsal, Karlsruhe und Pforzheim werden in den nächsten Wochen geehrt. Alle Kreissieger erhielten neben der Urkunde Geschenke von der DEKRA Niederlassung Mannheim, die den Wettbewerb „Danke Schiri“ bereits im dritten Jahr unterstützt.

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