Eiskalter Job: Kalte Finger, rutschiger Boden

(Foto: pm)

Gewerkschaft warnt vor frostigen Temperaturen auf Baustellen Kälteschutz im Neckar-Odenwald-Kreis: 1.430 Bauarbeiter sollen sich „warm anziehen“

_(pm) _ Bei frostigen Temperaturen gehören warme Kleidung und Winterstiefel auf dem Bau zum Arbeitsschutz – Daran dürfe kein Arbeitgeber sparen, so die IG Bau.

Wenn es draußen eisig wird, können sie nicht einfach ins warme Büro: Die 1.430 Bauarbeiter im Neckar-Odenwald-Kreis haben derzeit einen frostigen Job. Mit Blick auf die niedrigen Temperaturen rät die Gewerkschaft IG BAU Maurern, Dachdeckern & Co., sich „warm anzuziehen“ und den Arbeitsschutz im Winter ernst zu nehmen. „Dunkelheit auf der Baustelle, rutschiger Gerüstbelag, Schneetreiben auf dem Dach – in der kalten Jahreszeit steigt die Unfallgefahr“, sagt Wolfgang Kreis.

Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Nordbaden geht wegen der aktuell hohen Auftragslage auf dem Bau von einem erhöhten Risiko aus. „Wer unter Termindruck arbeitet, bei dem kommt der Arbeitsschutz oft zu kurz. Aber das kann fatale Folgen haben“, warnt Kreis. Viele Firmen bauten im Winter durch, um ihre Projekte zu stemmen. Der Mangel an Fachkräften verschärfe das Problem.

Für Gewerkschafter Kreis steht fest: „Wer bei niedrigen Temperaturen auf Gerüste klettert und dabei auch noch Stahlträger schleppt, muss gut gegen Kälte, Schnee und Eis geschützt werden. Arbeitsschutz ist kein Geschenk der Arbeitgeber. Jeder Bauarbeiter hat ein Recht darauf, dass seine Gesundheit nicht aufs Spiel gesetzt wird.“ Die IG BAU Nordbaden rät insbesondere zu warmer und wasserabweisender Kleidung. Jacke und Hose sollten aus atmungsaktiver Mikrofaser sein, empfiehlt Kreis. Für ausreichend Wärme sorge Wäsche aus Fleece-Material.

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