Maxi-Monika Thürl erhält Bundesverdienstkreuz

 Maxi-Monika Thürl (sitzend links) mit Minister Peter Hauk (sitzend rechts), Bürgermeister Thomas Ludwig (li.), Viola Plump (Mitte) und Dr. Achim Brötel. (Foto: Liane Merkle)
 Zimmern. (lm) Stets die Förderung des Gemeinwesens im Blick und dabei die eigene Person eher im Hintergrund zu halten, ist eine der vielen positiven Charaktereigenschaften von Maxi-Monika Thürl, die im Rahmen eines Festaktes im Dorfgemeinschaftshaus Zimmern mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde.

Im Beisein von Minister Peter Hauk, Landrat Dr. Achim Brötel, Viola Plump für die Förderer der Stiftung Kulturwerk Schlesien und Bürgermeister Thomas Ludwig wurden die vielfältigen Verdienste der Geehrten gewürdigt und ihr Einsatz in den verschiedensten Bereichen des öffentlichen Lebens in der Gemeinde hervorgehoben.

Für eine angenehme musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgten die Jazzband „Grünspan“ und die Sopranistin Erna Diel in Klavierbegleitung von Erika Schneider. Im Beisein auch von Ehrenbürger Ekkehard Brand und Vertretern aus der Kommunalpolitik hob Bürgermeister Thomas Ludwig die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgestellte Verleihungsurkunde mit ihrem hohen Stellenwert auch für die Gemeinde Seckach hervor und ging kurz auf die Lebensdaten von Maxi-Monika Thürl in der Baulandgemeinde ein.

Diese begann im Mai 1969 mit der Übernahme der Schulleiterstelle an der Grundschule von Großeicholzheim, die sie 37 Jahre inne hatte. Bis zum heutigen Tag habe sich die Geehrte in der Ausübung zahlreicher Ehrenämter große Verdienste erworben. So als langjährige Leiterin und Motor des NABU Seckach und Schefflenztal. Sie war Leiterin der entsprechenden Arbeitsgruppe, als es Mitte der 80er Jahre darum ging, das Naturschutzzentrum Arche zu errichten.

Als engagierte Lehrerin setzte sie sich zudem für die musikalische und gesangliche Förderung talentierter Schüler ein und als die Gemeinde Seckach vor elf Jahren ihren Lokale-Agenda-21-Prozess einleitete, war sie von Anfang an dabei, ließ Bürgermeister Ludwig die Zuhörer wissen.

Zusammen mit weiteren Mitstreitern habe sie im Sommer 2009 maßgeblich die Gründung eines Fahrdienstes der Gemeinde initiiert, dessen Sprecherin sie bis heute noch ist. Als im Jahre 2015 viele Flüchtlinge auch ins Bauland kamen, sei es erneut die Geehrte gewesen, die sich an vorderster Stelle im entsprechenden Arbeitskreis einsetzte. 2016 drohte dem jungen Flüchtling Yaqoob Muhhamadi die Abschiebung, was Maxi-Monika Thürl veranlasste, ihn kurzerhand zu adoptieren. Inzwischen ist er beruflich integriert und bekam auch das Bleiberecht zugesprochen.

Namens des Gemeinderates und der Seckacher Bevölkerung überreichte Bürgermeister Thomas Ludwig der unermüdlich engagierten Seckacherin den Ehrenteller der Gemeinde sowie ein Blumengebinde.

Die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland nahm Minister Peter Hauk vor, der das uneigennützige und gemeinwohlorientierte Wirken der künftigen Bundesverdienstkreuzträgerin würdigte. Namens des Neckar-Odenwald-Kreises schloss sich Landrat Dr. Achim Brötel den Glückwünschen an. In Anlehnung an ihr Flüchtlingsengagement erinnerte der Brötel daran, dass Maxi-Monika Thürl im Februar 1945 als damals Dreijährige zusammen mit ihrer Familie aus dem Elternhaus im schlesischen Liegnitz flüchten und in Sachsen, Niedersachsen und Baden-Württemberg neu beginnen musste.

Sehr persönliche Präsente überreichte auch Viola Plump vom geschäftsführenden Vorstand der Freunde und Förderer der Stiftung Kulturwerk Schlesien, wo die Geehrte seit über zehn Jahren jeden Dienstag in Würzburg ehrenamtlich wirkt und aufgrund ihrer inneren Haltung, ihres tiefen Glaubens und ihrer demütigen Herzlichkeit sehr vermisst wird, wenn sie tatsächlich einmal fehlt.

Nach ihren Schlussworten erhoben sich die Zuhörer um Maxi-Monika Thürl mit lange anhaltendem Beifall zu feiern.

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