Zehn Jahre Ambulanter Kinderhospizdienst

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(Foto: pm)
 Mosbach.  (pm) Der Ambulante Kinderhospizdienst Neckar-Odenwald-Kreis feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Für die Mitglieder ist dieses Jubiläum ein ganz besonderes Ereignis, auf das alle sehr stolz sind.

Mit vereinten Kräften haben nach intensiver Vorbereitungszeit u.a. die Hospizdienste Hardheim, Osterburken-Adelsheim, Mosbach, die Initiative Schmetterling, die Sozialstationen, die Landkreisverwaltung, der Kreisseniorenrat, der Kinderschutzbund, die Johannes-Diakonie, das Diakonisches Werk, der Caritas-Verband, einige Privatpersonen und nicht zuletzt Landrat Dr. Achim Brötel als engagierter Schirmherr den Ambulanten Kinderhospizdienst des Neckar-Odenwald-Kreises als gemeinnützigen Verein gegründet. Damit wurde eine echte Angebotslücke geschlossen.

Seither ist es auch im Neckar-Odenwald-Kreis möglich, lebensverkürzend erkrankte Kinder und deren Familien, nach dem Motto von Cicely Saunders: „Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben“ zu begleiten und zu betreuen.

Seit der Gründung war Jürgen Kriege 9 Jahre lang als erster Vorsitzender des Vereins das „Gesicht“ des Ambulanten Kinderhospizdienstes, leistete wichtige Aufbauarbeit und akquirierte unermüdlich Spenden, damit die Begleitung der Kinder gewährleistet werden konnte.

Hervorragend unterstützt durch die Spendenbereitschaft von Privatpersonen, Unternehmen, Vereinen, Gruppen und Organisationen im NOK konnte ein Netzwerk aufgebaut werden, das nicht nur lebensverkürzend erkrankte Kinder und deren Familien unterstützt, sondern auch Kinder, von denen ein Elternteil palliativ erkrankt ist.

Vertreter der Johannes – Diakonie, des Diakonischen Werkes und des Caritas – Verbandes unterstützen seit der Gründung als Vorstandsmitglieder die weitreichenden Aufgaben, bringen ihr wertvolles Fach- und Sachwissen in das Gremium ein und tragen somit zur erfolgreichen Arbeit des Ambulanten Kinderhospizdienstes bei.

Inzwischen beschäftigt der Verein zwei Koordinatorinnen in Teilzeit und verfügt über einen hervorragenden und zuverlässigen Stamm an gut ausgebildeten ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleitern. Regelmäßig leisten sie wertvolle Arbeit in den Familien und werden dort oft sehnlichst erwartet.

Unterstützung erfahren sie bei ihrer Aufgabe durch gemeinsame Gruppenabende, Supervisionen und Fortbildungen sowie durch die Koordinatorinnen, die sie umfassend betreuen. Diese organisieren zudem regelmäßige Familiennachmittage, Geschwisterangebote, ein Angebot für trauernde Kinder, Vorträge und Informationsveranstaltungen an Schulen, Kindergärten, bei Vereinen und anderen Organisationen.

2019/20 wurde auch der Wunsch nach der Absolvierung einer Trauerbegleiterausbildung für Kinder und Jugendliche erfüllt. Die Kinderhospizbegleiterinnen und -begleiter werden so für ihre Aufgaben gestärkt und erhalten wichtige Impulse für den Umgang mit den Abschied nehmenden Familien.

Aktuell werden neue Kinderhospizbegleiterinnen und-begleiter qualifiziert, damit die Kinderhospizarbeit in den nächsten Jahren in vollem Umfang gewährleistet werden kann. Die eigene emotionale Betroffenheit und der andere Umgang der Kinder und Jugendlichen mit der Endlichkeit erfordern ein besonderes Ausbildungskonzept, das im „Celler Modell“ umgesetzt wird.

Seit der Gründung ist dies nun der fünfte Kurs, den der Ambulante Kinderhospizdienst anbietet und der künftige ehrenamtliche Hospizbegleiter/Innen umfassend in Theorie- und Praxisphasen auf die wichtige Aufgabe vorbereiten soll.

Auch wenn die unterschiedlichen Feierlichkeiten zum zehnjährigen Jubiläum Corona zum Opfer gefallen sind, blicken alle Verantwortlichen dankbar auf ein Jahrzehnt Kinderhospizarbeit im Neckar-Odenwald-Kreis.

Die Verantwortlichen nutzen ihren Rückblick, um sich bei den Gründern für ihre Weitsicht und Umsicht und bei allen, die in den ersten Jahren Motor waren und Anschubhilfe geleistet haben zu bedanken.

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