Gute Neuigkeiten für Winzer

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(Foto: pm)
Berlin.  (pm) Heute wurde im Bundestag eine Reform des Weingesetzes beschlossen. „Dafür gab es gute Gründe“, so MdB Alois Gerig, Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft im Deutschen Bundestag. Einerseits musste das aktuelle Gesetz den Normen der EU angepasst werden, andererseits wird so mehr Klarheit für die Verbraucher geschaffen und vor allem werden dadurch Weinbauern bessere Vermarktungschancen geboten, so der Abgeordnete aus dem Wahlkreis Odenwald-Tauber.

Die Weine aus Deutschland sind von höchster Qualität. Seit vielen Generationen werden hervorragende Weine produziert und zugleich sind unsere Weinberge ein einzigartiger Teil unserer bunten Kulturlandschaft, die jährlich zahlreiche Touristen anziehen.
Allerdings ist der Absatz von deutschen Weinen im In- und Ausland seit Jahren rückläufig.

Das soll nun durch gutes Marketing geändert werden. Dafür stockt der Bund die Mittel zur Absatzförderung auf rund 2 Millionen Euro auf und erhöht sie damit um gut ein Drittel.

Auch der Klimawandel spielt im neuen Weingesetz eine Rolle: Es braucht neue widerstandfähigere Rebsorten, die mit höheren Temperaturen, zunehmenden Wetterextremen und Schädlingsbefall zurechtkommen. Hierfür wurde eine zügigere Markteinführung neuer Rebsorten möglich gemacht.

„Mir liegen unsere Winzer und Winzerinnen sehr am Herzen“ erklärt Gerig. Schon im Sommer habe er daher viele Gespräche mit Vertretern der Weinbranche geführt und kenne die verschiedenen Sorgen innerhalb der Branche gut.

„Die Winzer und Winzerinnen aus Baden Württemberg waren mir dabei natürlich besonders wichtig“ so Gerig weiter. Der gelernte Landwirt habe sich explizit für gut umsetzbare Übergangsfristen stark gemacht. „Wir mir geht es vielen meiner KollegInnen, die aus Weinregionen stammen. Es war schön zu sehen, wie leidenschaftlich sie hinter den guten Weinen ihrer Regionen stehen und sich für sie einsetzen!“

Im nächsten Jahr folgt dann mit der Weinverordnung der nächste Schritt, in der vor allem Regelungen zur genauen Herkunftsbezeichnung getroffen werden. „Denn die Herkunft trägt durch Umwelteinflüsse wie Boden und Klima maßgeblich zur Weinqualität bei“, weiß der Agrarpolitiker. Während das Weingesetzt Sache von Bundestag und Bundesrat war, wird die Weinverordnung nun von dem Bundesministerium für Landwirtschaft zusammen mit dem Ländern erarbeitet.

Gerig bewertet die Novelle positiv und sieht darin einen Vorteil für die ganze Region: „Zusammen werden Gesetz und Verordnung unseren Winzerinnen und Winzern zukünftig dabei unterstützen ihre Absätze zu steigern. Davon profitieren dann die deutsche Weinkultur und alle Menschen in den Weinbauregionen gleichermaßen!“

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