„Schüler und Lehrer schauen in die Röhre“

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(Symbolbild – Geralt/Pixabay)
Seit heute sind die Weihnachtsferien für die Schüler in Baden-Württemberg wieder beendet und der Unterricht sollte wieder beginnen, allerdings haben die Ministerpräsidenten beschlossen, den Schulbesuch aufzuschieben, die Kinder und Jugendlichen somit ohne Präsenz digital zu unterrichten. Lediglich eine Notbetreuung ist vorgesehen.

Nun erreichen uns Informationen von Lehrkräften, die berichten, dass die diversen Plattformen nicht störungsfrei laufen. Insbesondere bei Moodle und Co. kommt es heute permanent zu Abstürzen. Weniger störungsanfällig ist wohl die Plattform Microsoft Teams.

Nun sitzen Schüler und Lehrer zu Hause und schauen in die Röhre, berichtet ein Realschullehrer, der nicht genannt werden möchte. Der Ärger bei Lehrern, Schülern und Eltern ist groß, denn man sei ja nicht unvorbereitet vom jetzigen Lockdown betroffen. Man habe vielmehr im Frühjahr und Sommer monatelang Zeit gehabt, um sich auf die derzeitige Situation vorzubereiten. Doch nun müssen Kinder und Jugendlichen neben einem fehlenden Sozialleben mit ihren Freunden such wir ihr Recht auf Bildung verzichten.

Ob sich die Lage in den kommenden Tagen normalisiert, bleibt abzuwarten.

Update: Inzwischen haben uns mehrere Eltern die Probleme bestätigt. Nichts ginge störungsfrei, weshalb man sich von der Regierung im Stich gelassen fühle. Da nur eine Plattform vorgeschrieben sei, müssen man sich wegen der Überlastung nicht wundern, betont ein Elternteil.

Eine Mutter kritisiert, dass es eine Schande sei, dass man viele Jahre versäumt haben, die Digitalisierung der Schulen voranzubringen.

Es habe beim ersten Lockdown ein funktionierendes System gegeben, das man aus Datenschutzgründen nun nicht mehr nutzen dürfe. Stattdessen musste auf das Moodle umgestellt werden, mit dem der Unterricht gar nicht klappt.  Die Leidtragenden seien die Schüler.

Es sei an Lächerlichkeit nicht mehr zu toppen, merkt eine Mutter an.  Ein Blick in andere, weitaus ärmere Länder zeige, dass man bereits abgehängt sei, was digitalen Unterricht angehe. Kultusministerin Eisenmann haben wegen dieser Probleme darauf gedrungen, die Schulen schnellstmöglich wieder zu öffnen, damit Eltern und Schüler und somit die Wähler nicht merken, wie  erbärmlich es um den Fernunterricht im Jahr 2021 steht.

Für die Kinder seien die technischen Probleme eine riesige Belastung, da sie Angst hätten, den Stoff zu versäumen. Allerdings zeigte sich im Verlauf der Vormittags, dass die ganze Klasse mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen hätten, heißt es in einer weiteren Stellungnahme.

Toller Start, heißt es in einem weiteren O-Ton ironisch. Als hätte  man nicht monatelang Zeit gehabt. Stattdessen haben die Schulministerin auf  Präsenzunterricht spekuliert.

Lediglich eine jugendliche Schülerin betont, dass es bei ihr nach kleineren Anlaufschwierigkeiten super geklappt habe. Für diese Schülerin freut sich auf den digitalen Unterricht, könne man doch nun ohne Mundschutz und ohne Kälte lernen. „Ich finde es toll!“, schließt sie ihren Kommentar.

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