Ministerium fördert Kreisgemeinden

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(Foto: pm)

79 geförderten Projekten wird ein Investitionsvolumen von 28.143.743 Euro angestoßen

Stuttgart. (pm) „Im Rahmen der Programmentscheidung 2021 des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) haben wir 516 Gemeinden mit insgesamt 1.746 Projekten ausgewählt. Dabei erhalten 1.579 private Antragsteller aus Landesmitteln einen Zuschuss für ihre geplanten Investitionen. Die aufgenommenen Projekte sind sehr vielfältig und werden die richtigen Impulse für die strukturelle Entwicklung unseres Ländlichen Raums setzen.

Mit dem Fördervolumen von 100,2 Millionen Euro ist es uns gelungen, die Fördermittel gegenüber dem Vorjahr noch einmal um zehn Millionen Euro zu steigern, worüber ich mich sehr freue“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Freitag (22. Januar) anlässlich der Bekanntgabe der ELR-Programmentscheidung 2021 in Stuttgart.

Im Rahmen des ELR gehen im Jahr 2021 Zuschüsse von insgesamt 3.767.425 Euro in den Neckar-Odenwald-Kreis. Mit 79 geförderten Projekten wird ein Investitionsvolumen von 28.143.743 Euro angestoßen.

„Seit über 25 Jahren ist das ELR in Baden-Württemberg das wichtigste Strukturentwicklungsprogramm für den Ländlichen Raum. Die Zahl der Anträge liegt auch 2021 wieder auf sehr hohem Niveau. Dies ist den breiten Möglichkeiten des Programms zu verdanken. Zudem wurde in der Ausschreibung den aktuellen Herausforderungen Rechnung getragen und die Schwerpunkte klar auf die Themen Wohnen und Grundversorgung gelegt“, führte Minister Hauk aus.

Wichtig seien in der aktuellen Situation insbesondere der – auf eigenes Risiko – mögliche vorzeitige Maßnahmenbeginn. „Wer heute von der Aufnahme seines Projekts in das ELR erfährt, der kann beim Vorliegen der baurechtlichen Genehmigungen sofort loslegen. Das normalerweise erforderliche Abwarten des Zuwendungsbescheides kann ausnahmsweise entfallen“, so der Minister.

Gastronomie und Grundversorgung

Positive Impulse seien in diesem Jahr besonders im Bereich der Gastronomie und Hotellerie gefragt. Die im letzten Programmjahr gestartete Sonderlinie Dorfgastronomie habe die Bedeutung dieser Betriebe für Gemeinden des Ländlichen Raums im Blick. „Gerade im Lockdown ist die die enorme Bedeutung der Gastronomie für uns alle spürbar.

Fehlt die Gastronomie, zeigt sich ein vielfältiger Mangel: Verluste beim Zusammenkommen der Menschen, Einschnitte im Bereich der Grundversorgung aber auch am vitalen Ortsbild gibt es Abstriche. Das ELR leistet keine klassische Soforthilfe, aber es hilft der Gastronomie im Ländlichen Raum, ihren Gästen durch Investitionen mittel- und langfristig ein attraktives Angebot zu bieten.

So freue ich mich, dass 96 Dorfgaststätten, Restaurants und Cafés rund neun Millionen Euro erhalten können“, sagte Minister Hauk. Auch die weiteren Aspekte der Grundversorgung würden mit 104 aufgenommen Projekten und einer Fördersumme von insgesamt 10,4 Millionen Euro, beispielsweise für den Bau barrierefreier Räume zur Physiotherapie, in dieser Programmentscheidung berücksichtigt.

Innenentwicklung

Seit Bestehen des ELR sei die aktive Innenentwicklung eines seiner Kernziele. Um innerörtliche Lagen zu stärken und dem auch im Ländlichen Raum bestehenden Mangel an Wohnraum entgegenzuwirken, flössen 2021 erneut über 50 Prozent der vorhandenen Mittel in den Förderschwerpunkt Innenentwicklung/Wohnen.

„Mit 51 Millionen Euro lässt sich hier landesweit viel bewegen. Das ELR hat in den letzten Jahrzehnten sichtbar Einfluss genommen auf die Entwicklung der sich beteiligenden Gemeinden und wird es auch weiterhin tun“, sagte Minister Hauk. Mit dem Jahresprogramm 2021 unterstützt das ELR auch den Bau bzw. die Modernisierung von 1.733 zeitgemäßen Wohnungen.

Holzbau

Quer über alle Förderschwerpunkte spiele der Einsatz von Holz im ELR eine wichtige Rolle. „Das Bauen mit Holz ist für mich eine Herzensangelegenheit. Hier trifft Tradition auf Innovation, Baukultur auf Klimaschutz und ökonomische Kriterien auf Nachhaltigkeit“, sagte Minister Hauk. 30 Prozent aller ELR-geförderten Projekte erhielten den 5-prozentigen-Förderbonus, da bei ihrer Umsetzung in der Tragwerkskonstruktion der CO2-speichernde Baustoff Holz verwendet werden würde.

Übersicht über die geförderten Projekte

  • Adelsheim 54.275 Euro
  • Aglasterhausen 49.740 Euro
  • Billigheim 101.490 Euro
  • Buchen 447.275 Euro
  • Elztal 250.000 Euro
  • Fahrenbach 418.995 Euro
  • Hardheim 46.950 Euro
  • Haßmersheim 79.920 Euro
  • Höpfingen 50.000 Euro
  • Hüffenhardt 43.580 Euro
  • Limbach 138.020 Euro
  • Mosbach 151.730 Euro
  • Mudau 109.205 Euro
  • Neckarzimmern 136.930 Euro
  • Obrigheim 301.045 Euro
  • Osterburken 198.630 Euro
  • Ravenstein 158.340 Euro
  • Rosenberg 206.510 Euro
  • Schefflenz 73.360 Euro
  • Schwarzach 289.300 Euro
  • Seckach 180.150 Euro
  • Waldbrunn 164.420 Euro
  • Gesamtförderung 3.767.425 Euro

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