Dritte Paketbombe sollte zu Hipp

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Um weitere Schäden durch Paketbomben hat das LKA ein Informationsblatt (zum Download anklicken) herausgegeben. (Screenshot: Hofherr)

Polizei entschärft Postsendung

(ots) Nachdem am 16. und 17. Februar zwei Paketbomben bei der Firma Wild, dem Hersteller des Getränks Capri Sonne, in Eppelheim und in der Zentrale des Discounters Lidl, in Neckarsulm explodierten und dabei mehrere Mitarbeiter verletzte, hat das Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg eine Sonderkommission gebildet und gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Heidelberg die Ermittlungen übernommen (NZ berichtete).

Dabei wurde in der Nacht von 17. auf den 18. Februar eine dritte Postsendung entdeckt, die an den Lebensmittelhersteller Hipp in Pfaffenhofen (Bayern) adressiert war. Dieser Sprengsatz konnte von Experten rechtzeitig entschärft werden.

Bei den in alle Richtungen geführten umfangreichen Ermittlungen weist eine Spur darauf hin, dass die Postsendungen in Ulm auf den Weg gebracht wurden. Die kriminaltechnischen Untersuchungen der an den Tatorten in Eppelheim und Neckarsulm sowie der an der entschärften Sendung gesicherten Spuren sind noch nicht abgeschlossen. Die Ermittler der Sonderkommission gehen von einem Tatzusammenhang aus.

Die Gefahr von weiteren sprengstoffverdächtigen Postsendungen wird nach derzeitiger Einschätzung der Ermittler als wenig wahrscheinlich erachtet, kann jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Um verdächtige Postsendungen besser einschätzen zu können, wurde mit der am 18. Februar veröffentlichten Medieninformation ein Informationsblatt (zum Download anklicken) herausgegeben.

Folgende Anhaltspunkte können laut Landeskriminalamt Baden-Württemberg der Erkennung von Paketbombe dienen:
– Die Herkunft ist ungewöhnlich, Absender unbekannt oder fehlt vollständig,
– Aufschrift oder Handschrift ungewöhnlich, auffällige Schreibfehler, Verschleierung eigener Identität
– ƒVermerke wie „persönlich“, „vertraulich“, „nur von … zu öffnen“

Auch die Beschaffenheit einer Postsendung kann der Identifikation einer Bombe dienen:
– Ungewöhnliche Umhüllung, gefütterte Umschläge, Mehrfachverpackungen, Flächensteifheit auffällig, Drähte oder Dioden erkennbar,
– mögliche Stabilisierung von Bauteilen einer Spreng- und Brandvorrichtung
– ƒ Umschlag mit fettig erscheinende Flecken oder auffälligem Geruch, durch mögliche Ausdünstungen des Sprengstoffsƒ
– Auffälliges Erscheinungsbild wie Schleifen oder Bemalung, die der Ablenkung des Empfängers dienen.

Auch die Zustellungsart kann laut LKA ein Indiz für eine Paketbombe sein:
– Zustellung durch Postversand oder professionelle Botendienste,
– Aushändigung durch unbekannte Dienste oder Personen,
– Ablage durch Unbekannte

Bei einem Verdacht sollte sofort der Notruf der Polizei unter 110 verständigt werden. Im Vorfeld empfiehlt das LKA vielfältige Maßnahmen, die alle dem Faltblatt (zum Download bitte anklicken) des LKA entnommen werden können.


Zum Download bitte anklicken. (Screenshot: Hofherr)

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