Erfolg im Wettbewerb kommt gerade recht

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Die Bildungspartner pflegen ihre Kooperation (v.li.): Manfred Weiser, Chantal Fischer, Dr. Thomas Pauer, Richard Zöller, Andreas Hannak. (Foto: Christine Pfeiffenberger)

Auguste-Pattberg-Gymnasium und BBW Mosbach-Heidelberg stärken ihre Bildungspartnerschaft

Mosbach.  (pm) Lehrern und Leitung geht es an Auguste-Pattberg-Gymnasium (APG) und Berufsbildungswerk (BBW) Mosbach-Heidelberg ähnlich: Es fehlen die Schüler und die Auszubildenden. An Schulalltag ist wegen der Corona-Beschränkungen kaum zu denken, und auch die Bildungspartnerschaft zwischen beiden Einrichtungen musste wegen der Pandemie eine Pause einlegen. Doch jetzt kommt wieder Leben in die langjährige Kooperation.

Gemeinsam haben APG und BBW am landesweiten Schulwettbewerb „Bildungspartnerschaften digital“ teilgenommen – und gewonnen. Die Bildungspartner aus Mosbach haben sich im Feld von über 100 Teilnehmenden behauptet und können sich nun über ein Preisgeld von 5000 Euro freuen. Über den gemeinsamen Erfolg und weitere Schritte in der Partnerschaft tauschten sich die Verantwortlichen bei einem Treffen am BBW in Mosbach aus.

„Überzeugen konnte unsere gemeinsame Bewerbung mit dem Ansatz, das Thema Berufsorientierung digital und zugleich anschaulich anzugehen“, berichtete die für Berufsorientierung zuständige APG-Lehrerin Chantal Fischer. Sie ist am APG verantwortlich für das Wettbewerbsprojekt und hat mit BBW-Leiter Manfred Weiser sowie BBW-Berufsschulleiter Andreas Hannak dazu diese Idee: BBW-Auszubildende erstellen Videos über Ausbildungsberufe am BBW; APG-Schüler kümmern sich um das Drehbuch sowie später um Schnitt und Vertonung.

Am Ende sollen die Clips der Berufsorientierung der Gymnasiasten dienen aber auch an interessierte Bildungseinrichtungen weitergegeben werden, um jungen Menschen Einblicke in mögliche Berufsfelder geben. „Die Idee dazu ist auch entstanden, weil wir unseren Schülern praxisnahe Einblicke in Berufsfelder geben möchten; schließlich können unsere Schüler auch Ausbildungen, etwa in grünen Berufen oder in der IT, ergreifen“, betonte Fischer. Und BBW-Leiter Manfred Weiser ergänzte: „Unsere Projektidee stiftet Nutzen, nicht nur für Schüler und Auszubildende, sondern für alle jungen Menschen die sich beruflich orientieren möchten.“

Froh stimmt alle Beteiligten, dass es trotz der Corona-Hemmnisse gelungen ist, der Bildungspartnerschaft, die über Monate ruhen musste, einen neuen Impuls zu geben. Auch wenn Schüler und Auszubildende – ganz Corona-konform – in getrennten Gruppen arbeiten können, wünschen sich die Verantwortlichen, dass gemeinsame Treffen möglich werden.

Schließlich geht es in der Bildungspartnerschaft auch um ein Miteinander von Jugendlichen mit und ohne Behinderung. „Wir wünschen uns, dass der inklusive Charakter unserer Kooperation auch in Zukunft zum Tragen kommt“, erklärte APG-Direktor Dr. Thomas Pauer und bedankte sich herzlich bei Richard Zöller, der als Inklusionsbeauftragter im APG langjährig die Bildungspartnerschaft sehr engagiert begleitet hat.

Aufgrund der guten Erfahrungen in den gemeinsamen Projekten entwickelten APG- und BBW-Vertreter bei ihrem Treffen neue Pläne, in der Hoffnung, dass bald wieder direkte Begegnungen möglich sind. Ein inklusives Sozialtraining ist ebenso im Gespräch wie gemeinsame Aktionen in Kunst, Musik und Theater. Ideen gibt es also reichlich, um nach der Corona-Schließung nicht nur die Bildungseinrichtungen, sondern auch die Bildungspartnerschaft wieder mit Leben zu füllen.

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