Jägerausbildung vorbildlich

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(Foto: pm)
 Buchen. (pm) „Zur Jagd gehört Mühe, dieses Jahr große Mühe“, fasst Kreisjägermeister Dr. Henner Heitmann im Gespräch mit dem Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk MdL, die abgelaufene Jagdsaison im Gebiet der Kreisjägervereinigung Buchen in Zeiten von Corona zusammen.

Im November konnte ein Grundjägerkurs gerade noch vor dem zweiten Lockdown erfolgreich beendet werden. Für Heitmann ist es ganz besonders wichtig, dass Ausbildungen möglichst praxisorientiert ablaufen. „Kurse ausschließlich virtuell abzuhalten ist keine Option. Die jungen Jägerinnen und Jäger müssen ein Bezug zum Tier bekommen. Wir hoffen, dass unsere geplanten Kurse ab August wieder regulär präsent stattfinden können“, erklärt Heitmann. Besonderes Gewicht werde dabei weiter auf der fachgerechten Wildbrethygiene liegen.

Der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk MdL befürwortet den Stil der Jägerkurse: „In Baden-Württemberg haben wir vorbildliche Jägerprüfungen mit höchsten Standarts bundesweit. Andere Länder müssten sich gerade im Bereich der Wildbrethygiene eine Scheibe abschneiden um maximale Qualität von Wildfleisch zu gewährleisten“, so Hauk.

Trotz höchster Qualität habe man zunehmend Schwierigkeiten mit dem Fleischabsatz von Schwarzwild. „Corona hat dies nochmals verschärft. Der Verkauf an Gaststätten stagniert, Familienfeiern finden nicht statt. Wildfleisch wird folglich nur wenig nachgefragt“, führt Heitmann aus.

Auswirkungen habe die Coronapandemie ebenso auf die allgemeine Hegeringsarbeit. Dabei bekräftigt Hauk nochmals die Ausnahmegenehmigung in der Coronaverordnung für Drückjagden: „Die Bejagung von Schwarzwild muss trotz Corona, natürlich mit Abstand und Verzicht auf gewohnte jagdliche aber natürlich waidgerechte Brauchtümer, stattfinden. Nur dann können wir einer Überpopulation von Schwarzwild oder der Ausbreitung der Schweinepest entgegensteuern“, sagt Hauk.

Abschließend erkundigte sich der Forstminister über die Resonanz der Fördermöglichkeit „InfraWild“. Dies sieht Kreisjägermeister Heitmann als eine gute Möglichkeit für Jägerinnen und Jäger, zukunftsfähige Investitionen zu tätigen.

Geht es nach Hauk werde man diese Fördermöglichkeit weiter fortschreiben und präzisieren, sodass das Geld dort Verwendung findet wo es gebraucht wird. Schließlich sollen die Mittel den Jägern, dem Wald und der Landwirtschaft dienen.

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